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Die Top-Drei-Vorteile von Smartcards

Smartcards sind mittlerweile weit verbreitet. Die Technologie ist sicherer als die von Magnetstreifenkarten und ermöglicht viele Formfaktoren.

Smartcards, auch als Chipkarte oder Integrated Circuit Card (ICC) bezeichnet, mögen wie jede andere Plastikkarte mit einem Magnetstreifen auf der Rückseite aussehen, aber sie sind eine radikal andere Technologie. Die Werbung für Verbraucher versuchte, die Unterschiede zwischen Chipkarten und normalen Kreditkarten herunterzuspielen – außer sie als „sicherer“ zu deklarieren. Es sind aber die Unterschiede, die die Smartcard zur besseren Wahl werden lassen.

1. Dauerhafter, geschützter Speicher. Dauerhafter (persistenter) Speicher ist ein offensichtlicher Teil der Smartcard, der sie einer gewöhnlichen Magnetstreifenkarte ähnlich macht. Smartcards haben aber abhängig von der Anwendung typischerweise 4 KByte bis 32 KByte Speicher. Das ist deutlich mehr als das, was auf einer Magnetstreifenkarte gespeichert werden kann. Der große Vorteil dieses Speichers ist der Schutz: Wenn jemand mit Ihrer Karte an einem Lesegerät vorbeiwischt, kann er nicht einfach alle Daten auslesen. Experten haben zwar festgestellt, dass sich mit einem Rasterelektronenmikroskop der eingebaute Schutz in einer Smartcard umgehen lässt, aber das ist nicht die Art von Werkzeug, die man sich im nächsten Elektronikmarkt holen kann.

2. Rechenleistung. Die meisten Smartcards besitzen eine kleine CPU. Damit können sie andere Dinge erledigen als nur auf der Karte gespeicherte Daten wie ein Papagei wiederzugeben. Die CPU kann die Daten schützen, beispielsweise indem der Benutzer einen PIN-Code eingeben muss. Das ist einer der großen Vorteile gegenüber Magnetstreifenkarten: auf die CPU kommt es an. Wenn Sie den PIN-Code siebenmal falsch eingeben, kann die CPU den Zugriff für eine Stunde oder einen Tag sperren. Bei einigen Anwendungen kann die CPU die Informationen auf der Karte auch löschen, wenn es zu viele Fehlversuche gab. Oder sie werden vor erneutem Zugriff genötigt, eine Support-Nummer anzurufen, um einen speziellen Freischaltcode zu erfragen.

Tatsächlich muss die Karte die Daten möglicherweise niemals wirklich herausgeben. Wenn zum Beispiel Smartcards mit digitalen X.509-Zertifikaten für Anwendungen wie VPN oder Windows-Authentifizierung genutzt werden, verlässt der privaten Schlüssel als Teil des öffentlichen/privaten Schlüsselpaares zum Zertifikat niemals die Karte. Der private Schlüssel wird von einem Zufallszahlengenerator auf der Karte erzeugt. Wenn Informationen mit dem privaten Schlüssel signiert werden müssen, erledigt die Karte die Unterzeichnung.

3. Formfaktoren. Smartcards sind in der Herstellung nicht so günstig wie Magnetstreifenkarten. Sie kosten allerdings erheblich weniger als andere Authentifizierungstechnologien, etwa digitale Token. Smartcards gibt es in verschiedenen Formfaktoren für eine breite Palette von Geräten. Smartcards wurden ursprünglich für Kreditkarten konzipiert und in der gleichen Größe produziert. Die meisten Kredit- und EC-Karten sind heute eine Kombination aus Smartcard und Magnetstreifenkarte. Smartcards werden außerdem in der ganzen Welt in Smartphons als SIM-Karte verwendet. Diese Smartcards sind auf die Größe des MultiPad-Anschlusses reduziert, um in die kleinen Geräte zu passen. Preiswerte USB-Lesegeräter für Smartcards gibt es schon für deutlich unter 10 Euro.

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Artikel wurde zuletzt im November 2015 aktualisiert

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