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BSI veröffentlicht Mindeststandard für Nutzung externer Cloud-Dienste

Das BSI hat einen neuen Mindeststandard zum Thema Cloud-Dienste veröffentlicht. Dieser beschäftigt sich sowohl mit der Auswahl als auch der Nutzung.

Den neuen Mindeststandard hat das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik nach §8 des BSI-Gesetzes veröffentlicht. Mit diesem Standard definiert die Sicherheitsbehörde ein Mindestsicherheitsniveau für die Nutzung externer Cloud-Dienste durch Einrichtungen des Bundes. Damit richtet sich das PDF-Dokument in erster Linie an IT-Verantwortliche, IT-Sicherheitsbeauftragte und IT-Fachkräfte in der Bundesverwaltung. Lesenswert dürften die veröffentlichten Dokumente aber allemal auch für IT-Verantwortliche in Unternehmen sein.

Der Mindeststandard für die Cloud-Nutzung hat laut BSI eine enge Beziehung zum bereits veröffentlichten Anforderungskatalog Cloud Computing C5. Dieser richtet sich wiederum an Cloud-Anbieter. So müssen Behörden des Bundes darauf achten, dass der gewählte Provider nachweislich diesen Katalog einhält. Zudem setzt der Mindeststandard für die Nutzung externer Cloud-Dienste die IT-Grundschutz-Vorgehensweise des BSI zum Management der Informationssicherheit voraus.

Der gesamte Lebenszyklus der Cloud-Nutzung

In dem Mindeststandard für die Cloud-Nutzung wird der gesamte Lebenszyklus der Cloud - von der Beschaffung über die Nutzung bis hin zur Beendigung -  betrachtet. Gerade letztere wird ja manchmal gern außer Acht gelassen. Hier widmet sich der Mindeststandard den Themen Datenrückgabe und Datenlöschung. Vor der Beendigung steht jedoch zuerst einmal die Auswahl eines Cloud-Providers, hier erklärt das Dokument worauf zu achten ist. Insbesondere die Sektion zu den vertraglichen Regelungen dürfte bei vielen potentiellen Cloud-Nutzern auf Interesse stoßen.

"Nach der Veröffentlichung des C5 setzen wir mit diesem Mindeststandard erneut ein klares Signal an den Cloud-Markt. Cloud-Dienste basieren auf einem hohen Maß an Vertrauen in den Cloud-Anbieter, denn die Details der Cloud bleiben den Kunden meist verborgen. Der neue Mindeststandard sorgt insgesamt für mehr Transparenz und ermöglicht, mit den Anbietern auf Augenhöhe über ein definiertes Mindestniveau an Informationssicherheit zu sprechen.", so Arne Schönbohm, Präsident des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik.

Der Mindeststandard sowie thematisch verwandte Dokumente finden sich beim BSI hier zum Download. Vor kurzem hat das BSI zudem einen Mindeststandard für sichere Webbrowser veröffentlicht.

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