Check Point Security Report 2014: Drastischer Anstieg von unbekannter Malware

Der Security Report 2014 von Check Point zeigt, dass die Geschwindigkeit und Zahl von Malware weiter steigt. Zudem gibt es mehr Bot-verseuchte Netze.

Check Point hat seinen Security Report 2014 veröffentlicht. Danach wurde im Jahr 2013 bei 84 Prozent der analysierten Unternehmen bösartige Software gefunden. Im Durchschnitt sei alle zehn Minuten eine Malware heruntergeladen worden.

Dabei hat sich der Typ der Malware ebenfalls verändert, denn es wurde mehr "intelligente" Malware entdeckt. Bei 33 Prozent der Unternehmen wurde im Zeitraum von Juni bis Dezember 2013 mindestens eine infizierte Datei mit unbekannter Malware heruntergeladen. 35 Prozent dieser infizierten Dateien waren PDFs. Mit neuen Verschattungstools, „Crypters” genannt, sorgten die Malware-Programmierer dafür, dass ihre Machenschaften von Anti-Malware-Software nicht erkannt wurden.

Die wichtigsten Erkenntnisse aus dem Report im Überblick:

  • Malware hat an Geschwindigkeit und Menge drastisch zugenommen;
  • Zuwachs bei Malware, die von Anti-Malware-Software nicht erkannt wurde;
  • die Zahl der Bot-verseuchten Fimennetze nimmt zu;
  • die Fälle von Datendiebstahl stiegen drastisch;
  • die Nutzung riskanter Anwendungen hat zugenommen.
Check Point Security Report 2014
Die wichtigsten Kennzahlen des Security Reports im Überblick. (Quelle: Check Point)

Die Check-Point-Studie berichtet weiter, dass im Durchschnitt alle 24 Stunden ein Host von einem Bot infiziert wird. Das drastische Resultat: Bei 73 Prozent der untersuchten Unternehmen wurde 2013 mindestens ein Bot entdeckt, 2012 waren es "lediglich" 63 Prozent. 77 Prozent der Bots waren zudem länger als vier Wochen unentdeckt aktiv und kommunizierten sogar alle drei Minuten mit ihrem Command and Control (C&C).

Die Autoren der Studie zeigt sich zudem über die Nutzung sogenannter hochriskanter Anwendungen besorgt. Das sind Dienste wie zum Beispiel Torrents, Anonymizer und Peer-to-Peer (P2P) File-Sharing. An einem normalen Tag werden diese Angebote durchschnittlich alle neun Minuten verwendet. P2P-File-Sharing stieg von 61 Prozent in 2012 auf 75 Prozent im Jahr 2013. Anonymizer-Proxy-Anwendungen waren 2013 bei 56 Prozent im Einsatz gegenüber 43 Prozent in 2012.

Check Point Security Report 2014
Malware und die damit verbundenen Bedrohungen wurden über die Jahre immer komplexer. (Quelle: Check Point)

Prominente Fälle wie der der US-Supermarktkette Target haben das Thema Datenverlust wieder mehr in das öffentliche Bewusstsein gerückt. Der Check-Point-Report zeigt, dass das auch so bleiben sollte: 88 Prozent der untersuchten Unternehmen hatten mindestens einmal mit einem Datenverlust zu kämpfen, 2012 waren es noch 54 Prozent. Bei 33 Prozent der von CheckPoint untersuchten Finanzinstitutionen wurden Kreditkarteninformationen aus den Unternehmen herausgeschickt. Im Gesundheits- und Versicherungswesen waren es 25 Prozent, bei denen HIPAA-geschützte Informationen das Unternehmen verließen.

Die Studienergebnisse basieren auf der Auswertung des Netzwerk-Traffics von über 9000 Threat Prevention Gateways in 996 Unternehmen in 122 Ländern.

Den vollständigen Security Report 2014 können Sie hier bei Check Point kostenlos downloaden.

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