08.07.2010 | Autor / Redakteur: Bill Roth, LogLogic / Stephan Augsten

Der Begriff des Cloud Computing kann alles und nichts bedeuten. Er wird sowohl in Bezug auf Hardware genutzt als auch für Software, Anwendungen oder Speicherung – also alles, was sich im IT-Netzwerk abspielt. Doch wie soll man etwas schützen, das sich nicht genau definieren lässt? Dieser Beitrag beleuchtet, welchen Stellenwert das Log Management dabei einnimmt.
Im Kern geht es beim Cloud Computing um altbekannte Themen. Schließlich wurde die Idee der verteilten Computerstrukturen zur Realität, seit die ersten beiden Knotenpunkte des Internet-Vorläufers ARPANET über eine Netzverbindung kommunizierten.
Neu ist allerdings die Möglichkeit, dass sich eine komplette IT-Infrastruktur ohne regionalen Bezug irgendwo im Netz befindet: Das CRM-System (Customer Relationship Management, Kundenbeziehungsmanagement) kann in Hintertupfing betrieben werden, während die Datenbank in London gehostet wird. Neu ist somit nicht die Idee, sondern die beispiellose Größe des Netzwerks und die Einfachheit, mit der die Einzelkomponenten moderner Unternehmens-IT miteinander in Verbindung treten.
Parallel zu dieser Entwicklung haben die Risiken für IT-Netze exponentiell zugenommen. In einer aktuellen Untersuchung von LogLogic bei Banken und Finanzinstituten weltweit gaben 24 Prozent der Befragten an, dass ihr IT-Netz fast täglich angegriffen wird – kaum verwunderlich aufgrund der fast ausnahmslosen Vernetzung in modernen Unternehmen.
Was heute als Private Cloud gilt, ist oft lediglich eine erweiterte Form des Time-Sharings der 1960er Jahre, durch die erstmals mehrere Anwender einen zentralen Computer nutzen konnten. Heute erachten Unternehmen mit umfangreichen IT-Infrastrukturen private Clouds als einfachen Weg, intern mit weniger Aufwand mehr Kapazitäten verfügbar zu haben: Anwendungen auf virtuellen Systemen nutzen die Ressourcen der bestehenden Hardware effektiver.
In diesen Fällen ändert sich nichts am Prinzip, mithilfe von Log Management sämtliche Vorgänge im IT-Netz zu erfassen, diese anhand gesetzter Sicherheitsrichtlinien zu analysieren und Missbrauch oder Angriffe anzuzeigen. Was sich verändert ist der Bedarf an Kontrolle und Transparenz bei der verteilten Nutzung von IT-Ressourcen – der Sicherheitsvorteil durch Log Management erhöht sich.

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