Risk Management in kleinen und mittleren Unternehmen

Prozess zur IT-Risikobewertung in fünf Schritten planen und umsetzen

18.07.2011 | Autor / Redakteur: Robbie Higgins und Stephan Augsten / Stephan Augsten

Kritische Assets im Unternehmen sollten hinsichtlich ihres Risikoptenzials kategorisiert werden.

Kleinunternehmen und Mittelständler sehen sich vielen Risiken gegenüber, mit denen sich auch Großunternehmen auseinandersetzen müssen. Deshalb sollten grundsätzlich Unternehmen jeder Größe einen Prozess zur Sicherheitsrisiko-Bewertung entwickeln, um Gefahren identifizieren, kategorisieren und minimieren zu können. Diese Schritt-für-Schritt-Anleitung soll vor allem kleinen Unternehmen dabei helfen.

Zahlreiche gute Bücher, Whitepaper, Rahmenwerke und Konzepte befassen sich mit der Entwicklung eines Risikomanagement-Plans. Auch Dienstleister helfen gerne dabei, einen Prozess zur Risikobeurteilung zu entwerfen.

Das Problem für viele kleine und mittlere Unternehmen besteht jedoch darin, dass sie weder über die Zeit noch über technische und finanzielle Mittel verfügen, um einen externen Berater mit dieser Aufgabe zu betrauen. Doch wie sollen solche Firmen dann überhaupt einen eigenen Risk-Management-Prozess entwickeln.

Die folgenden fünf Schritte helfen dabei, ein Verständnis für besonders gefährdete IT-Komponenten zu entwickeln und die dringendsten Sicherheitslücken zu schließen.

1. Informationen und Infrastruktur beurteilen

Zunächst gilt es, die Gesamtheit der Informationssysteme, Hard- und Softwarekomponenten sowie Daten in der Netzwerk-Umgebung zu identifizieren. Mit Blick auf die Infrastruktur sollte man ein besonderes Augenmerk auf kritische Bereiche wie Abrechnungssysteme, Customer Relationship Management, Human Ressources oder auch zentrale Daten- bzw. Wissensspeicher legen. Gleiches gilt für kritische Daten wie personenbezogene Informationen, geistiges Eigentum usw.

2. Bedrohungen und Schwachstellen verstehen

Im nächsten Schritt geht es darum, sich der potentiellen Gefahren für das eigene Unternehmen bewusst zu werden. Diese können je nach geographischem Standort oder Industriezweig variieren. Die gängigste Bedrohung besteht in technischen Schwachstellen. Deshalb sollte man zunächst die jeweilige Anfälligkeit von Hard- und Software-Komponenten identifizieren und auflisten.

In die Betrachtung der eigentlichen Gefahren sollte man sowohl mutwillige als auch ungewollte Aktivitäten einbeziehen. Unbeabsichtigte Risiken entstehen beispielsweise, wenn eine falsche Datei falsch zugeordnet wird, während Netzwerk-Attacken oder Malware-Angriffe grundsätzlich als beabsichtigt einzustufen sind. Im Endergebnis erhält man eine Liste der möglichen Bedrohungen und der damit verbundenen Schwachstellen.

Risiken, Folgewirkungen und Gegenmaßnahmen definieren

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Klar und verständlich geschrieben, jedoch zeigen Fremdevaluationen den Soll-Ist-Zustand mit...  lesen
posted am 19.07.2011 um 10:10 von Unregistriert


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