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Cloud, Virtualisierung und Web 2.0 – nicht nur gut für Buzzword Bingo

12.11.2010 | Autor / Redakteur: Sebastian Rohr / Stephan Augsten

Sebastian Rohr, Senior Analyst bei Kuppinger Cole: „Veränderung ist notwendig, sie sollte aber kanalisiert und zielgerichtet sein.“

Cloud Computing, Virtualisierung, Web 2.0 Communities und Co. prägen derzeit die Schlagzeilen der IT-Publikationen, Events und Newsletter. Doch was ist dran, am Hype um die IT in oder aus der Wolke und die „neuen“ Ideen zur Leistungserbringung außerhalb des eigenen Perimeters?

Mein Kollege und Mentor Tim Cole hat in seinem jüngst veröffentlichten Buch „Unternehmen 2020“ einige sehr spannende Thesen zur Weiterentwicklung der IT-Nutzung und der IT selbst skizziert. Einige dieser Ansätze habe ich mit meinen Studenten in der Vorlesung „Informationsmanagement“ diskutiert – und die Ergebnisse sind erstaunlich!

Tim als Grand Seigneur der Internet-Publizisten wendet sich – so habe ich als Middle-Ager es empfunden – an die zurückhaltende und skeptische Top-Management-Riege des in Ehren angegrauten deutschen Mittelstandes. Er versucht, die „Das haben wir schon immer so gemacht“-Betonköpfe sanft wach zu rütteln.

Meine – wiederrum mit gutem Altersabstand versehenen – Studenten haben eine noch viel deutlichere Meinung: Sie mokieren fast unisono, dass die strategischen Inhalte einer Vorlesung „Informationsmanagement“ eigentlich besser bei den „älteren Herren“ aufgehoben wären.

Unsere doch sehr Technologie-affine Jugend (meine älteren Semester mögen mir verzeihen!) beschwert sich indes, dass entweder gar keine Innovation seitens der Geschäftsführung erwünscht ist und Systeme gerne das zehnte Dienstjubiläum erreichen; oder dass man des Innovationswahns à la Cupertino halber allen einen Apple Mac aufzwängt – obwohl keine der Business-Anwendungen darauf läuft.

Veränderung ist also notwendig. Nur sollte sie kanalisiert und zielgerichtet sein, damit nicht etwa Innovationen durchgeboxt werden, die dem Unternehmen nicht dabei helfen strategische Ziele zu erreichen. Schauen wir uns einige der „Buzzwords“ aus der Einleitung einmal genauer an, um deren Werthaltigkeit und Nutzen für den Mittelstand zu eruieren!

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