Der menschliche Risikofaktor „Eigenverantwortung“

Funktionentrennung in der IT als Security- und Compliance-Maßnahme

15.12.2009 | Autor / Redakteur: Silvia Hänig / Stephan Augsten

Tatsächlicher Nutzen der Funktionentrennung

„Funktionentrennung ist in vielen Unternehmen noch lange kein Selbstläufer“, weiß Gerry Wallner Geschäftsführer des IT-Beratungshauses beck et al. Services aus München. „Denn der Mensch ist der alles entscheidende Faktor, um über Erfolg oder Missbrauch zu entscheiden. Nur Unternehmen denen es gelingt, das Bewusstsein für Funktionentrennung und Informationssicherheit auf breiter Front zu schaffen und ins tägliche Handeln zu überführen, werden davon profitieren.“

Bei einer gelungenen Einführung der Funktionenkontrolle ergeben sich für die IT-Organisation die folgenden konkreten Unternehmensvorteile:

  • Risikominimierung durch Trennung von Verantwortlichkeiten für die Ausführung von miteinander „unvereinbaren“ Prozessen und Rollen (Funktionen).
  • Funktionentrennung ist die Grundvoraussetzung für ein internes Kontrollsystem (IKS). Dadurch wird ein entscheidender Beitrag zur Wirksamkeit organisatorischer Sicherungsmaßnahmen und zu mehr Transparenz geleistet.
  • Das Unternehmen erreicht Konformität (Compliance) mit normativen Standards und gesetzlichen Bestimmungen
  • Unterstützung von Vertraulichkeit und Datenschutz
  • Generierung von Wettbewerbsvorteilen und Image- und Vertrauensstärkung innerhalb und außerhalb der IT-Organisation

Fazit

Obwohl die Aufmerksamkeit für Funktionentrennung in den vergangenen Monaten zugenommen hat, ist der IT-Markt noch weit entfernt von systematischer Durchführung und Überwachung. Er muss erst noch lernen, welche Anforderungen und Leistungen detailliert zu analysieren sind, und wie eine Regelkonformität dauerhaft überwacht werden kann.

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