22.12.2010 | Redakteur: Rainer Graefen
Das Datenbackup gehört zu den wichtigsten Aufgaben der IT-Abteilungen. Ganz gleich ob sie traditionell oder in moderne Cloud-Infrastrukturen gespeichert und verteilt werden, ein Produktionsbetrieb funktioniert nicht ohne Daten. Aber wo bleibt da das Backup der Services?
Obwohl die Bedeutung der Daten jedem Unternehmen bewusst ist, überrascht es trotzdem, dass diese Aufgabe nach wie vor kompliziert, problematisch und in vielen Fällen sogar untauglich gelöst ist.
Die meisten Backup-Lösungen funktionieren wie vor zwanzig Jahren: Sie sichern ein Dateisystem mit einer Menge unstrukturierter Daten. Das funktioniert heute schon nicht besonders gut – und in Zukunft noch weniger.
Jeder behandelt Daten als wären diese für sich genommen unternehmenskritisch. In der privaten oder öffentlichen Cloud-Zukunft sind aber die Services, der Workflow des Datenbestandes, unternehmenskritisch.
Obwohl sich die IT-Welt stark verändert hat, hielt das Verfahren der lückenlosen Datensicherung mit dieser Entwicklung nicht Schritt. Drei Faktoren beeinflussen das Backup heute sehr stark:
Die nächste Technikgeneration der lückenlosen Datensicherung muss diese drei Faktoren berücksichtigen. Noch wichtiger ist aber, dass bei der Datensicherung eine andere Betrachtungsweise in den Vordergrund rückt, und zwar die akkurate Berücksichtigung der IT-Betriebsart.
Historisch gesehen sind der Block oder die Datei die Bezugsart für das Backup. Die IT-Industrie predigte Kunden stets, Backup in diesem Zusammenhang zu sehen. Doch tatsächlich war etwas ganz anderes wichtig, nämlich die Dienste.
File- oder Block Level Agreements eignen sich nicht für Verträge, sondern nur als Bestandteil von Service Level Agreements (SLA). Es ist nicht sinnvoll beim Backup die kleinste Ebene zu berücksichtigen, wenn das gesamte System betrachtet werden muss.
Zudem besteht ein Missverständnis hinsichtlich Backup kontra Wiederherstellung kontra Hochverfügbarkeit. Wenn ein Unternehmen bereit ist, für die Server-Spiegelung mehr zu zahlen, um eine permanent hohe Verfügbarkeit zu gewährleisten, fragt man sich, warum Hersteller nicht gleich Backup und Disaster Recovery mit in die Lösungen einbauen.
Letzten Endes bewegen viele Unternehmen Daten von Punkt A zu Punkt B – warum leiten sie die Daten nicht gleich weiter zu Punkt C, der Cloud, oder zu Punkt D, dem Bandlaufwerk?
weiter mit: Service-Orientierung ins Backup bringen
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