04.12.2008 | Autor / Redakteur: Thomas Schumacher / Stephan Augsten
Daten sind im wahrsten Sinne des Wortes mobil und transportabel geworden, sind somit jederzeit verfügbar und können nahezu überall bearbeitet werden. Doch diesen Vorteilen stehen enorme Risiken durch Verlust und Diebstahl der Speichermedien gegenüber. Dieser Beitrag schildert, wie das Landeskriminalamt Saarland diese Gefahren mit intelligentem Device-Management in den Griff bekommen hat.
Komplette Datenbanken passen heute auf eine Speicherkarte von der Größe eines Daumennagels. Insbesondere das Aufkommen der USB-Schnittstelle und die erhöhte Datentransferrate in USB 2.0 haben dazu beigetragen, dass Dateien und Anwendungen schnell und einfach auf die unterschiedlichsten Endgeräte übertragen werden können.
Natürlich ist diese Entwicklung enorm praktisch für viele Einsatzgebiete, aber sie birgt auch erhebliche Risiken. Der universelle Einsatz solcher Speicher macht selbst Mobiltelefone, Digitalkameras oder MP3-Player zum Werkzeug für Datendiebstahl im großen Stil. Zudem droht die Gefahr der Übertragung von Schadprogrammen wie Trojaner oder Viren.
Im Zentrum polizeilicher Arbeit stehen seit jeher Informationen. Ohne verifizierte und aktuelle Informationen ist eine nachhaltige Verbrechensbekämpfung nicht möglich. Grundlage für den Erfolg der Polizei ist eine schnelle Reaktionsfähigkeit in Bezug auf gesellschaftliche Veränderungsprozesse, technologischen Wandel und die sich ständig verändernde Kriminalität.
Das Landeskriminalamt (LKA) Saarland ist einerseits wichtiger Träger der operativen Kriminalitätsbekämpfung und andererseits zentrale Dienststelle im Sinne des BKA-Gesetzes für das Saarland. Zu den Arbeitsbereichen zählen Fahndung, Ermittlung, Beweissicherunn, aber auch Prävention und Opferschutz. Im Jahr 2007, in dem das LKA sein 50-jähriges Jubiläum feierte, klärte die Polizei des Saarlandes über 52 Prozent der 73.813 registrierten Straftaten auf.
Um so effektiv wie möglich arbeiten zu können, muss das LKA als zentraler IT-Dienstleister für zwei Polizeibehörden – nämlich die Landespolizeidirektion (LPD) und das LKA selbst – Zugang zu sensiblen Daten gewähren. Dem allgemeinen Trend folgend haben daher auch mobile Endgeräte und Speichermedien Einzug in den Arbeitsalltag gehalten.
Der Einsatz dieser Geräte ermöglicht einerseits die effiziente Verbrechensbekämpfung, stellt andererseits jedoch eine Schwachstelle dar. Das wirft natürlich Sicherheitsfragen auf. Seit März 2007 stellt das LKA mithilfe einer Device-Management-Lösung sicher, dass nur berechtigte Personen mit zugelassenen mobilen Endgeräten Zugriff auf Daten erhalten.
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