06.06.2008 | Autor / Redakteur: Peter Riedlberger / Peter Schmitz

Administratoren haben meist damit zu tun, Daten zu sichern, um sie im Verlustfall rekonstruieren zu können. Allerdings ist auch der umgekehrte Fall wichtig: Daten, die gelöscht werden, dürfen nicht rekonstruierbar sein. Sonst kann es leicht zu Skandalen kommen. SearchSecurity.de stellt Ihnen Techniken und Tools vor, die beim sicheren Löschen sensibler Daten helfen.
Das Prinzip ist allgemein bekannt: Löscht man eine Datei unter Windows, ist sie gar nicht wirklich gelöscht. Sie wird lediglich vom Dateisystem versteckt und als „kann überschrieben werden“ gekennzeichnet. Solange der entsprechende Speicherplatz nicht wirklich neu verwendet wird, lassen sich solche Dateien mit Spezialsoftware aufspüren und wiederherstellen.
Heutige Festplatten haben gigantische Größen erreicht, die sich zwar mit Multimedia-Inhalten problemlos füllen lassen, aber kaum mit dem üblichen Office-Gebrauch. Daher ist es so, dass gerade auf Firmenrechnern viel Speicherplatz frei bleibt und damit die Wahrscheinlichkeit tendenziell niedriger ist, dass „gelöschte“ Dateien überschrieben werden. Die Gefahr, dass sich gelöschte Daten wiederherstellen lassen, wächst also.
Windows bringt nur ein relativ ungelenkes Werkzeug mit, um diesem Problem zu begegnen, nämlich das Kommandozeilentool cipher. Das Tool cipher, das sich eigentlich um die Kryptografie kümmert, bietet auch den Schalter /w wie „wipe“. Die Syntax lautet cipher /w:C\test, und dabei wird der gesamte freie Speicherplatz auf dem Volume des angegebenen Ordners überschrieben, d.h. in diesem Fall C:.
Kommandozeilentools sind in der Regel eher unhandlich zu bedienen. Deswegen empfiehlt sich die Installation des Freeware-Tools Eraser. Eraser bietet eine Reihe von Optionen; die wichtigsten dürften sein, dass im Kontextmenü von Laufwerken das neue Kommando „Erase unused space“ erscheint. Auch können Dateien per Kontextmenü direkt sicher gelöscht werden. Das Entfernen von Datenresten lässt sich zudem per Scheduler planen.
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