Bei einem Virtualisierungsprojekt sollte man die folgenden vier Punkte im Hinterkopf behalten, um die Sicherheitsintegration einfacher zu gestalten:
1. VLANs sind unabkömmlich. Man wird sich daran gewöhnen müssen, die Switches und Firewalls an gebündelte Schnittstellen (trunked interfaces) anzupassen. Man sollte überall Ports mit einem Durchsatz von mindestens 1 Gigabit pro Sekunde (Gbps) bereitsstellen und dabei bedenken, dass man irgendwann vielleicht einmal 10 Gbps benötigt. In Schnittstellen mit nur 100 Mbps zu investieren ist reine Geldverschwendung.
2. Wenn man alles auf eine Karte setzt – oder in diesem Falle auf einen physischen Server – muss man der Hochvberfügbarkeit zwangsläufig mehr Beachtung schenken. Man sollte alles redundant aufbauen und sicherstellen, dass es mindestens zwei Wege durch das Netzwerk gibt. Sämtliche Komponenten sollten ausfallen können, ohne die konnektivität oder Sicherheit negativ zu beeinflussen.
3. Tools zur Traffic-Kontrolle wie Intrusion Detection und Prevention lassen sich in virtualisierten Umgebungen deutlich schwieriger platzieren. Sie innerhalb einer virtuellen Maschine laufen zu lassen, ist fast nie der richtige Weg. Stattdessen sollte man spezielle Werkzeuge und Knotenpunkte in die virtuelle Umgebung implementieren, um den Netzwerkverkehr dahin umzuleiten, wo er untersucht werden kann.
4. Bevor man in ein zweites Toolset für Virtualisierungssicherheit investiert, sollte man sich beim bisherigen Security-Anbieter nach bestehenden Werkzeugen umschauen, die sich auch für virtuelle Umgebungen eignen. Es dürfte einleuchten, dass sich eine einzige Backup-Lösung sowohl für physische als auch für virtuelle Systeme einfacher verwalten lässt, als zwei verschiedene Backup-Lösungen.
(nicht registrierter User)
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