09.04.2010 | Redakteur: Stephan Augsten
Microsoft kündigt für den Patchday am Dienstag, 13. April 2010, elf Security-Bulletins an. Insgesamt 25 Schwachstellen in Windows, Microsoft Office und Exchange sollen damit behoben werden. Darunter finden sich auch Patches für die bereits gemeldeten Sicherheitsanfälligkeiten in Visual Basic Script (VBScript) und im Server Message Block (SMB).
Zwei der elf Patches, die Microsoft am kommenden Patchday veröffentlichen will, werden unter sämtlichen Windows-Client- und -Server-Betriebssystemen als kritisch eingestuft. Ein kritisches Sicherheitsupdate betrifft nur Windows 2000, ein weiteres zusätzlich Windows XP.
Der fünfte Patch gilt unter Windows 2000, XP und Server 2003 sowie 2008 als kritisch, unter Windows Vista immerhin als wichtig. Sämtliche dieser genannten Patches ermöglichen unter Umständen das externe Ausführen von Code (Remote Code Execution) auf einem betroffenen Rechner.
Drei der übrigen Patches stuft Microsoft unter bestimmten Betriebssystemen als wichtig ein, einer davon schließt die bereits bekanntgegebene Sicherheitslücke im Server Message Block. Diese lässt sich für einen DoS-Angriff (Denial of Service) nutzen und betrifft neben einigen Windows-Betriebssystemen auch den Microsoft Exchange Server.
Zwei weitere wichtige Security-Updates beheben Fehler in Microsoft Office und zugehöriger Software, der elfte und letzte Patch soll eine moderat eingestufte Spoofing-Schwachstelle unter Windows beheben. Einige der elf Sicherheitsupdates erfordern zwingend einen Neustart des betroffenen Rechners.
Jerry Briant vom Microsoft Security Response Center weist darauf hin, das Windows XP mit Service Pack 2 (SP2) nur noch bis zum 13. Juli 2010 unterstützt wird. XP-Nutzer sollten deshalb bald das SP3 einspielen oder auf Windows 7 wechseln. Am gleichen Tag läuft der erweiterte Support für Windows 2000 aus, anschließend werden keine weiteren Patches und Updates für das OS mehr veröffentlicht.
Bereits am kommenden Dienstag endet der Support der RTM-Version (Release to Manufacturing) von Windows Vista. Die Unterstützung von Windows Vista SP1 ist noch bis zum 12. Juli 2011 gewährleistet, dennoch empfiehlt Microsoft auch hier ein Update auf das aktuellste Service Pack oder Windows 7.
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