Tägliche Hacking-Angriff auf jedes dritte Unternehmen

Unternehmen schützen sich durch interne Code-Entwicklung und Firewalls

02.07.2008 | Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Florian Karlstetter

Regularien wie PCI-DSS, SOX oder Basel II sorgen für wachsendes Sicherheitsbewusstsein.

Outsourcing macht Unternehmen für Hacker-Angriffe verwundbar, glaubt die Mehrheit der für eine Fortinet-Studie befragten IT-Verantwortlichen. Zudem berichten ein Drittel der Experten von täglichen Angriffen auf ihr Unternehmen. Die meisten setzen bei ihrer Sicherheitsstrategie auf Firewalls. Die Einhaltung von Compliance-Vorgaben trägt ebenso zum Schutz bei.

In jedem dritten Unternehmen gehören tägliche Hacker-Attacken zum IT-Alltag, so das Ergebnis der jetzt von Fortinet veröffentlichten Umfrage. Dabei führen 17 Prozent der Angriffe zum Ziel. Vier von fünf Unternehmen halten die eigenen Anwendungen für unsicher.

Für viele der Befragten ist Outsourcing eine der größten Gefahrenquellen. Für 60 Prozent steht fest: Ausgelagerte Codefragmente erhöhen das Risiko, von virtuellen Eindringlingen mit bösen Absichten heimgesucht zu werden. Mit 55 Prozent sprechen sich fast ebensoviele IT-Experten verhement für die Anwendungsentwicklung innerhalb des eigenen Unternehmens aus.

Weitere Sicherheit versprechen sich die IT-Verantwortlichen von Firewalls. Die werden in 98 Prozent der Organisationen eingesetzt. Über zwei Drittel der untersuchten Firmen setzen zudem auf Penetration-Tests, 41 Prozent nutzen statische Analyse-Tools.

Den vom Fortinet-Mitbewerber Symantec propagierte Daten-zentrierte Schutzansatz nennt die Auswertung der Daten nicht explizit, verweist aber auf Compliance-Vorgaben. Das Gros der Befragten wertete Regularien wie PCI-DSS (Payment Card Industry Data Security Standard), Sabanes Oxley (SOX) oder Basel II als Schrittmacher für wachsendes Sicherheitsbewusstsein.

Für die Erhebung hat Fortify 300 IT-Experten auf der diesjährigen Sicherheitsmesse Infosecurity Europe befragt. Die Probanten stammen vorwiegend aus Unternehmen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern.

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