11.05.2009 | Autor / Redakteur: Sascha Siekmann / Stephan Augsten
Rückblickend lässt sich festhalten, dass traditionelle Filter nicht in der Lage sind, neue Arten der Bedrohung erfolgreich abzuwehren. Dies gilt insbesondere, wenn es zu einer Vermischung der Eigenschaften von Bedrohungen kommt und unklar wird, ob es sich bei der Nachricht um Spam oder Malware handelt.
Weiterhin besteht Nachholbedarf seitens der Anbieter, denn sie müssen nicht nur E-Mail, sondern auch die Mobilkommunikation und soziale Netzwerke gegen Angriffe absichern. Gerade im Web 2.0 bedarf es Lösungen, die beliebig skalierbar sind, um die milliardenhohe Zahl der täglichen Interaktionen stemmen zu können. Es müssen sämtliche Kommunikationskanäle wie zum Beispiel Einladungen, Profile und Postings geschützt werden.
Herkömmliche Filter, die ausschließlich für den E-Mail-Bereich entwickelt wurden und protokoll-spezifisch funktionieren, versprechen jedoch keine Sicherheit und sind daher obsolet. Techniken wie Sender-Reputation und DNS-Blacklisting scheitern an der Tatsache, dass dem Sender oftmals keine IP-Adresse zuzuordnen ist, denn anonyme Proxies verschleiern die Herkunft. Hinzu kommt der virale Charakter der Netzwerke, der eine potentiell schnellere Verbreitung von Spam begünstigt. Die Sicherheitsabteilungen der Anbieter sind mit manueller Kontrolle überfordert.
Aus diesem Grund erscheinen nur Lösungen Erfolg versprechend, die in Echtzeit reagieren. Eine Möglichkeit bietet das Prinzip des „kollaborativen Filterns“, welches auf die Rückmeldungen der Nutzer setzt und äußerst zuverlässig und schnell darüber entscheidet, wann es sich um Bedrohungen handelt und wann nicht. Mit Hilfe dieses Prinzips in Kombination mit dem Einsatz von Ressourcen-schonender Fingerabdruck-Algorithmen lassen sich als Spam gekennzeichnete Nachrichten sofort aussortieren – unabhängig von Sprache, Format, Protokoll und in verschiedensten Umgebungen.
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