Blended Threats und crossmediale Hacking-Strategien

Spam, Websites und Viren verschmelzen zu neuer Bedrohung

11.05.2009 | Autor / Redakteur: Sascha Siekmann / Stephan Augsten

Maliziöse Mixtur: Erst in ihrer Kombination arbeiten Spam, Schadcodes und bösartige Websites besonders effizient.

Die ehemals vorherrschende Gefahr, sich über portable Datenträger mit Malware zu infizieren, wird immer weiter von neuen Methoden zurückgedrängt. Schadcode-Entwickler setzen mittlerweile auf die Schnelllebigkeit des Internets und entwickeln Crossmediale Angriffsstrategien. Dieser Beitrag erörtert die Gefahr kombinierter Attacken und beleuchtet die derzeitige sowie künftige Bedrohungslage im Internet.

Traditionelle Praktiken zur Malware-Verbreitung werden nie gänzlich von der Bildfläche verschwinden. Anstelle von 3,5-Zoll-Disketten sind heute eben USB-Sticks und portable Festplatten gängige Träger von Schadsoftware.

Ein Beispiel für einen Wurm-Angriff per Speichermedium ist etwa die Infizierung von Rechnern der US-Streitkräfte im Herbst 2008 mit dem Trojaner Agent.bzt. Und auch der Conficker-Wurm nutzt USB-Sticks als einen Weg der Weiterverbreitung.

Cyber-Kriminelle suchen und finden heutzutage aber verstärkt weitere Möglichkeiten, um den Endanwendern ihre schädlichen Dateien zustellen zu können.

Das Aufweichen der Grenzen

Ein besonderes Merkmal moderner Angriffe ist das Verschmelzen verschiedener Eigenschaften von Spam, Phishing und Malware zu einer kombinierten und konzentrierten Bedrohung (Blended Threat). Viele Sicherheitslösungen sind damit überfordert und offenbaren Ungenauigkeiten einerseits bei der Gefahrenabwehr, vor allem aber in Sachen Interoperabilität.

Blended Threats nutzen Lücken zwischen den einzelnen Lösungen gezielt aus. Möglich wird das durch die historisch gewachsene Spezialisierung der Anbieter auf bestimmte Bedrohungen. Insofern existiert für jede einzelne Bedrohung und Verbreitungstechnik eine spezialisierte Lösung.

Seite 2: Wie Cyber-Kriminelle ihre Opfer locken

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