15.01.2010 | Autor / Redakteur: Peter Riedlberger / Stephan Augsten

Eine der wichtigsten Neuerungen von Windows 7 aus Security-Sicht ist DirectAccess. Diese Microsoft-Technologie erlaubt gegenüber traditionellen Virtual-Private-Network-Lösungen einen verbesserten Remote-Zugriff auf das Firmennetzwerk. SearchSecurity.de hat sich mit dem VPN-Bordmittel von Windows 7 Professional und Ultimate befasst.
Angesichts der Beliebtheit und Verbreitung von Home-Office-Arbeitsplätzen sind viele VPN-Lösungen (Virtual Private Network) hoffnungslos veraltet. Es lässt sich kaum abschätzen, wie viel Arbeitszeit durch hängende VPN-Verbindungen sinnlos vergeudet wird. Die neue Microsoft-Technologie DirectAccess verspricht Abhilfe für diverse Schwächen traditioneller VPNs.
Der Einsatz von DirectAccess setzt Windows Server 2008 R2 als Serverbetriebsystem und Windows 7 (Enterprise oder Ultimate) auf dem Client voraus. Es wird empfohlen, auf dem Server keine anderen Features zu aktivieren, sodass er allein die Verfügbarkeit des Direct-Access-Zugang sicherstellt.
Ferner muss im Enterprise-Netzwerk mindestens ein Domänencontroller sowie ein DNS-Server mit Windows Server 2008 oder Windows Server 2008 R2 zur Verfügung stehen. Um die Sicherheit zu gewährleisten sind ferner eine Public-Key-Infrastruktur sowie IPsec-Richtlinien notwendig. Da DirectAccess auf IPv6 basiert, kommt man derzeit nicht ohne zusätzliche Tunnelmechanismen (6over4, Teredo, ISATAP) und Übersetzungsverfahren (NAT-PT) aus.
Die grundlegende Idee hinter DirectAccess ist, dass der Client-Rechner stets transparent eine Verbindung zum Firmennetzwerk herstellt. Im Gegensatz zu einem traditionellen VPN entfällt damit die User-Interaktion. Dies entlastet nicht nur den Helpdesk – etwa im Fall eines Verbindungsabbruchs, in dem der Mitarbeiter erneut die Verbindung herstellen müsste – sondern erlaubt dem Administrator mehr Kontrolle über den Client-Rechner.
Da nämlich der Tunnel jederzeit steht, kann auch der Administrator jederzeit verwaltend eingreifen. Um Software-Patches oder Updates für den Virenscanner einzuspielen, muss man also nicht darauf warten, dass der Benutzer die VPN-Verbindung herstellt. Unter der Voraussetzung einer bestehenden Internet-Verbindung reicht es aus, dass der Anwender seinen Computer einschaltet.
Ein weiteres wesentliches Feature ist die Entlastung des Enterprise-Netzwerks. In einem traditionellen VPN-Netzwerk wird – wenn es erst einmal steht – der gesamte Internet-Traffic über das Firmennetzwerk geroutet. Doch diese Architektur ist einerseits störanfällig (fällt das VPN aus, geht gar nichts mehr) und verschwendet andererseits unnötig Kapazitäten. Im DirectAccess-Modell erfolgt über den Tunnel nur der Zugriff auf Firmenressourcen, während Internetanfragen direkt bearbeitet werden.
Eine sehr gute Darstellung!
Problematisch ist die Umsetzung von DirectAccess bei bestehenden...
lesen
Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 2042880)