Revisionssicher von der Entstehung einer Nachricht bis zur Speicherung

Was Sie schon immer über syslog wissen wollten...

28.11.2008 | Autor / Redakteur: Enikö Visky / Ulrike Ostler

syslog zeichnet auf, was vor sich geht.

Schon seit den frühen 80er Jahren spielt syslog in Unternehmensnetzen eine meist verborgene, aber durchaus wichtige Rolle. In letzter Zeit taucht der Begriff zudem immer wieder im Zusammenhang von Compliance-Diskussionen auf. Doch was ist syslog eigentlich, wie funktioniert es, wo sind dessen Grenzen und was bringt der Einsatz in einem Unternehmen?

Als Eric Allman Anfang der 80er Jahre an der University of California in Berkeley den bekannten Mail-Transfer-Agent „Sendmail“ entwickelte, suchte er nach einem Weg, Status- und Ereignisinformationen seines E-Mail-Systems an einer zentralen Stelle zu sammeln und abzulegen. Quasi als Nebenprodukt entstand so syslog, dessen Funktionen von anderen Entwicklern schnell in ihre Anwendungen integriert wurden.

Heute sorgt der Begriff syslog manchmal für Verwirrung, da er für mehrere Dinge synonym verwendet wird. So bezeichnet syslog einerseits ein Protokoll, das definiert, wie Systemereignisse formatiert und über Computernetze übertragen werden. Gleichzeitig steht syslog für Programme, die Ereignismeldungen generieren, entgegennehmen, weiterleiten oder speichern.

Grundsätzlich unterscheidet man in einer syslog-Umgebung drei verschiedene Rollen: Ein so genanntes syslog-Gerät (Device) generiert syslog-Nachrichten. Ein solches „Gerät“ kann dabei eine Anwendung wie ein Web-Server, ein Teil eines Betriebsystems oder auch ein Router, ein Switch oder eine Firewall sein.

Ein syslog-Kollektor oder syslog-Server nimmt diese Nachrichten entgegen und speichert sie. In größeren Umgebungen kommen zusätzlich so genannte syslog-Relays zum Einsatz, die als syslog-Kollektoren Meldungen von Clients entgegennehmen und dann in der Rolle eines syslog-Geräts an andere syslog-Server weiterleiten.

weiter mit: Die Funktionsweise von syslog

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