Mailmarshal e10000 überwacht E-Mail-Verkehr in Unternehmen

Interne und externe Nachrichten gefährden Firmennetze ähnlich wie Spam

09.10.2007 | Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Martin Hensel

Die Appliance Mailmarshal e10000 überwacht E-Mails von bis zu 10.000 Nutzern.

E-Mail-Filter sollten mehr können als Spam und Malware zu blockieren, sagt Sicherheitsexperte Marshal. Auch der Nachrichtenverkehr nach außen kann Datenlecks aufreißen oder Ressourcen durch übergroße Anhänge verschwenden. Als Lösung für diese Aufgabe offeriert das Unternehmen die Appliance Mailmarshal e10000.

Augenmerk legt der Hersteller auf den internen und externen Nachrichtenaustausch. Unternehmensintern kann eine „Acceptable Use Policy“ dafür sorgen, das in E-Mails weder Anzüglichkeiten noch Beleidigungen auftauchen. Zudem sollte das Verschicken und Empfangen größerer Anhänge geregelt werden, meint Marshal. Die Attachments können nicht nur Malware enthalten, sondern vergeuden auch Netzwerkressourcen.

Weitere Sicherheitsfallen lauern beim Verschicken von E-Mails nach außen. Ein wirkungsvoller Content-Filter muss verhindern, dass vertrauliche Informationen in falsche Hände gelangen, etwa durch versehentliches Weiterleiten. Eine eingesetzte Lösung sollte auch in der Lage sein, ausgehende Nachrichten automatisch mit rechtskonformen Footern zu versehen.

Spam ist prominentestes E-Mail-Problem

Das prominenteste Problem elektronischer Kommunikation sieht allerdings auch Marshal im von außen eindringenden Spam. Die unerwünschte Post dient nicht nur als Einfallstor für Viren, Spyware oder Phishing-Angriffe, sondern kostet Unternehmen auch Arbeitszeit und Ressourcen.

Wirkungsvolle Filter sollten dabei nicht nur den Text eingehender Nachrichten analysieren. Nur durch kombinierte Ansätze könnten auch als Bilder getarnter „Image Based Spam“ erkannt werden. Das Arsenal aktueller Techniken reicht dabei von heuristischen Verfahren bis zu Blacklists. Nicht zu vernachlässigen sind Updates, die praktisch in Echtzeit auf aktuelle Bedrohungen reagieren.

False-Positive-Rate beachten

Beim Beurteilen von Filterlösungen sollten sich Anwender nicht allein auf die Erkennungsrate von Spam verlassen, rät Marshal. Entscheidend sei auch die False-Positive-Rate, also der Anteil irrtümlich als Spam klassifizierter Nachrichten. So könne beispielsweise ein nicht zugestellter Auftrag immensen Schaden verursachen. Entscheidende Bedeutung komme hierbei dem Reporting zu: Mitarbeiter müssen problemlos auf Nachrichten im Quarantäne-Ordner zugreifen können.

Mit seiner Appliance Mailmarshal e10000 liefert der Hersteller eine Lösung, die E-Mails in Unternehmensnetzen überwacht. Das bereits im Frühjahr angekündigte Produkt (siehe Link) ist ab sofort verfügbar und kann für bis zu 10.000 Nutzer ausgebaut werden. Als Einstiegspreis nennt der Hersteller 3.500 Euro.

Lizenzen für die Software Mailmarshal SMTP und den mitgelieferten Virenscanner von McAfee müssen zusätzlich erworben werden. Optional kann der Kunde auch zwischen sechs weiteren Antivirus-Engines anderer Hersteller wählen.

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