Studie zur Akzeptanz von Heimarbeit unter IT-Verantwortlichen

Manager befürworten Remote Work trotz Schwächen bei Network Security

25.09.2007 | Autor / Redakteur: Peter Hempel / Stephan Augsten

Sicherheit für Remote Access wird immer wichtiger.

Das Marktforschungsinstitut InsightExpress hat im Auftrag von SonicWall 1.184 amerikanische und australische IT-Manager zu ihrer Denkweise über Remote Work befragt. Einig sind sich die Verantwortlichen über das Sparpotenzial und die Zufriedenheit der betroffenen Mitarbeiter. Nachholbedarf sehen die meisten allerdings bei der Netzwerk-Sicherheit.

der Kalifornische Sicherheitsspezialist SonicWall hat in einer Studie herausgefunden, dass viele IT-Verantwortliche in Remote-Work große Zukunft sehen. Steigende Spritpreise, unzulängliche Verkehrsanbindung oder unvorhergesehene Wettereinbrüche folgen den Argumenten „Büroraumkosten“ und der Mitarbeiterzufriedenheit. Bei mehr als einem Drittel der Befragten arbeitet bereits mehr als 20 Prozent der Belegschaft außerhalb der fixen Büro-Infrastruktur.

Dabei gibt es nur bei der Hälfte der Beobachteten Firmen feste Regelungen und Richtlinien zur Heim- oder mobilen Arbeit. Das ist für die meisten Entscheider Grund zur Besorgnis: Sind die Mitarbeiter wirklich produktiv von zuhause aus? Ist es überhaupt möglich, ein Team zu bilden ohne persönlichen Kontakt im Büro? Reißt der Fernzugriff nicht eine erhebliche Lücke in die IT-Sicherheitssysteme des Firmennetzwerks?

Aus der Führungsperspektive ist insbesondere der Arbeitsort eine Unterteilung wert: 22 Prozent möchten den Mitarbeiter gerne zuhause wissen, wenn er schon nicht im Büro erscheinen kann. 16 Prozent können sich auch noch mit einem Business-Center eines Hotels anfreunden. Hingegen stufen weniger als ein Zehntel der Entscheider die Hot-Spots an Flughäfen, in Kaffeehäusern oder öffentlichen Bibliotheken als ausreichend sicher ein. Weniger als zwei Prozent würden es zulassen, dass das Firmen-Equipment in der Nähe des Swimmingpools oder am Strand benutzt wird.

Erreichbarkeit ist Pflicht

Wenn mobile Mitarbeiter nicht umgehend Telefonate entgegen nehmen können, wird das vom Chef oftmals als Vertrauensbruch gewertet. Fast ein Viertel der Befragten stellen sich vor, dass der Mitarbeiter andere Arbeiten in der Wohnung ausführt, knapp ein Zehntel unterstellt dem Mitarbeiter sogar Absicht beim Ignorieren des Vorgesetzten.

Die aktuelle Studie lässt starke Diskrepanzen zwischen der Sicht von Arbeitnehmern und Arbeitgebern erkennen, besonders was Sicherheitsaspekte angeht. In einer Studie über Remote Worker aus dem Jahr 2006 wurden von den Probanden Sicherheitsaspekte so gut wie nicht erwähnt. 20 Prozent der Mitarbeiter halten es für ausreichend, sich mit PDAs oder per Handy ins Firmennetz einzuwählen. Annähernd drei Viertel der Vorgesetzten beharren allerdings auf einem Firmen- oder Privat-PC wegen der Sicherheitsaspekte.

Safety first – auch unterwegs

Die Umfrage zeigt Defizite in der Sicherheitspolitik der befragten Firmen auf: Lediglich ein Viertel haben PCs und Laptops mobiler Mitarbeiter mit Antiviren-Software ausgerüstet. Nur 16 Prozent stellen eine SSL-VPN-Verbindung zur Verfügung, IPSec wird von 14 Prozent benutzt. Neun Prozent der Entscheider hat keinerlei Angaben zur Absicherung ihrer verfügbaren Remote-Verbindungen gemacht.

34 Prozent sind überzeugt, dass ihre Sicherheit auch mobile Endgeräte mit einbezieht. Ein Achtel konnte zum Stand keine Angaben machen und mehr als ein viertel hatte keinen Katastrophenplan für Heimarbeitsplätze. Weitere 27 Prozent berücksichtigt Remote Worker nicht bei bestehenden Desaster-Recovery-Planungen.

Diese Zahlen lassen sich ändern. Fahrtkosten und Mobilitätsanforderungen an Mitarbeiter werden weiter steigen. Viele Sicherheits-Appliances können heute schon problemlos mobile Mitarbeiter und Remote Worker in ihre Sicherheitsvorkehrungen mit einbeziehen – wenn sie entsprechend konfiguriert werden. IT-Verantwortliche sollten sich diesem Trend stellen und die Vorteile darin erkennen, Produktion und Verfügbarkeit der Mitarbeiter zu erhöhen, ohne die Sicherheitsrisiken unnötig zu steigern.

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