Kooperation zur Verbreitung der Handvenenerkennung

Fujitsu und Siemens schließen Biometrie-Partnerschaft

07.08.2007 | Autor / Redakteur: Andreas Bergler / Florian Karlstetter

Siemens IT Solutions and Services und Fujitsu Limited kombinieren ab sofort die Biometriesoftware „ID Center“ von Siemens und die Fujitsu-Hardware „Palm Secure“. Ziel ist, mit Hilfe von Partnern eine stärkere Marktdurchdringung von Lösungen zur biometrischen Erkennung des Venenverlaufs im Handinneren zu erreichen.

Biometrische Lösungen zur Personenerkennung kranken bisweilen an der mäßigen Akzeptanz der Benutzer. Ein besonders hygienisches Verfahren hat Fujitsu Limited mit der biometrischen Erkennung „Palm Secure“ entwickelt. Die Scan-Technologie erkennt den Venenverlauf in der Innenseite der Hand mit Hilfe eines Infrarotscanners.

Da die Technologie vollkommen berührungslos arbeitet, kommt sie derzeit vermehrt in Japan zum Einsatz, wo auf Sauberkeit sehr hoher Wert gelegt wird. Durch die Kooperation mit Siemens IT Solutions, die zur Hardware die Biometriesoftware „ID Center“ beisteuert, soll jetzt der europäische Markt mit Hilfe von Resellern stärker erschlossen werden.

Scanner lässt sich nicht irritieren

Für die Personenerkennung scannen Infrarotstrahlen in wenigen Zentimetern Abstand die Handfläche des Benutzers. Der Auslesevorgang der Handvenenmuster wird dabei – anders als bei der Fingerabdruckerkennung – nicht durch Verunreinigungen oder Verletzungen der Hautoberfläche beeinträchtigt. Die gewonnenen Informationen werden sodann mit dem gespeicherten Handvenenbild der Person verglichen.

Die bei der Erkennung anfallenden Daten lassen sich jetzt von der Siemens-Biometriesoftware „ID Center“ im großen Stil verwalten. Daher ist auch ein Einsatz in größeren Institutionen wie Krankenhäuser oder Banken denkbar.

Ein weiteres Motiv der Kooperation mit Fujitsu könnte Hitachis Vorstoß mit der Biometrie-Lösung „Finger Vein Authentication“ auf dem europäischen Markt sein. Für die ebenfalls berührungslose Fingervenenerkennung brachte Hitachi ein eigenes SDK (Software Development Kit) auf den Markt (SearchSecurity.de berichtete). Möglicherweise wollen sich Fujitsu und Siemens mit der Lösung frühzeitig Anteile in dem erfolgversprechenden Marktsegment der biometrischen Zugangskontrolle sichern.

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