26.09.2007 | Autor / Redakteur: Dirk Srocke / Stephan Augsten
Nach erfolgreichem Pilottest plant die ETIS, The Global IT Association for Telecommunications, ihr Anti-Spam-Projekt auf die wichtigsten europäischen Telekommunikationsunternehmen zu erweitern. Eine entsprechende Roadmap will die ETIS-Arbeitsgruppe für Information Security am Donnerstag niederländischen Delft vorstellen.
Der von ETIS propagierten Ansatz umfasst ein Kooperationsnetzwerk verschiedener Partner, die Spam mit einer kombinierten Taktik bekämpfen. Bei dieser werden sowohl Reputations- als auch Inhaltsfilter eingesetzt.
Bei dem zweistufigen Verfahren werden E-Mails zuerst nach ihrer Herkunft sortiert und entsprechend klassifiziert. Nachrichten zweifelhafter Herkunft werden dabei als „Black of the Black“ eingestuft und sofort aussortiert. Bei unklaren Fällen liegt die Entscheidung beim Anwender. Haben die Nachrichten diesen Reputationsfilter durchlaufen, werden ihre Inhalte auf Spameigenschaften gescannt.
Spammer umgehen mit neuesten Methoden wie PDF- und Excel-Spam bewusst einfache Inhaltsfilter, warnt Reiner Baumann, Regional Director von Ironport: „Viele herkömmliche Anti-Spam-Technologien reagieren auf solche neuen Tricks erst nach Monaten. Ein echtes Problem für Unternehmen, vor allem, wenn die Spam-Attacken mit Viren und Phishing-Maschen verbunden sind“.
Das zu Cisco gehörende Unternehmen ist ETIS-Mitglied und unterstützt das Anti-Spam-Projekt mit seinem Know-how. Während der Testphase lieferte der Hersteller Informationen über Spam-Trends, Details über das Verhalten von Spam-Versendern und gab Best-Practice-Tipps.
Die Ergebnisse des bereits abgeschlossenen, siebenmonatigen Pilotprojekts klingen vielversprechend: „Die Kombination von Anti-Spam-Technologien und der Informationsaustausch mit anderen Internet Service Providern ermöglichte uns in kürzerer Zeit, mit weniger Fehlern und geringeren Kosten noch mehr Spam auszusortieren. Dadurch gewannen wir Zeit, Platz und Ressourcen, die wir nun für einen besseren Kundenservice nutzen können“, sagt Andy De Petter vom belgischen Telekommunikationsunternehmen Belgacom.
Zu den weiteren ETIS-Partnern gehören derzeit die skandinavischen Telekommunikationskonzerne TeliaSonera und Telenor, der niederländische Netzbetreiber KPN sowie das niederländische Forschungsunternehmen TNO.
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