18.06.2007 | Autor / Redakteur: Peter Hempel / Martin Hensel
Ab dem 26. Juni bietet Anti-Virus-Spezialist Kaspersky verbesserte Versionen seiner Internet-Security- und Anti-Virus-Software an. Die Produkte basieren auf der Vorgängerversion 6.0 und sollen trotz gesteigertem Umfang einfacher zu bedienen sein.
Der Kampf gegen Spy- und Malware ist aktueller denn je. Millionen Zeilen Code bedrohen Firmennetzwerke, Service Provider und Endanwender gleichermaßen. Kaspersky will in diesem Kräftemessen mit neuen Versionen seiner Sicherheitssysteme auftrumpfen. Die Heuristik wurde einer radikalen Kur unterzogen, die im Zusammenspiel mit dem „Behaviour Blocker“ des proaktiven Moduls unbekannte Schadprogramme erkennt und entfernt. Der Blocker erkennt an der Art von Systemcalls, ob ein Programm Schaden anrichten will. Er analysiert quasi das Verhalten („Behaviour“) und blockt schädliche Aufrufe.
Eben dieses Modul der aktuellen Version 6.0 unterlag einer Fehlprogrammierung, die in Kombination mit allen Windows-Versionen außer Vista eine DoS-Lücke offenbarte. Zum Ausnutzen dieser wäre allerdings nicht nur User-Interaktion notwendig gewesen, sondern auch das aktive Herunterladen einer Datei. Deshalb stuft der Hersteller selbst die Lücke als nicht kritisch ein. Trotzdem soll sie umgehend mit einem automatischen Update geschlossen werden.
Kriminelle haben heute viele Möglichkeiten, den von ihnen verursachten Schaden für ihre Zwecke auszunutzen: So wird häufig Lösegeld für die Wiederherstellung zerstörter oder verschlüsselter Daten erpresst. Version 7.0 der Kaspersky-Produkte enthält Technologien zum Schutz vor solchen Bedrohungen. Das Programm registriert jede verdächtige Aktivität im System. Wird ein Prozess als gefährlich eingestuft, kann das Schadprogramm gelöscht werden. Zudem lassen sich alle unerwünschten, vom Schädling verursachten Änderungen rückgängig machen und auch verschlüsselte Daten wiederherstellen.
Als bedeutendste Neuerung gibt der Hersteller die Geschwindigkeit an: Die in Foren oft bemängelte Firewall, der Scanner und sogar die Installationsroutinen sollen merklich schneller arbeiten. Privacy-Control und verbesserte Rootkit-Erkennung sollen zu besseren Ergebnissen bei der Erkennung von Malware führen und Rundum-Schutz bieten. Eine vereinfachte Bedienoberfläche trägt zur Benutzerfreundlichkeit bei.
Die Software soll ab 26. Juni in Deutschland erhältlich sein. Die Internet-Security-Suite aus Firewall, Pishing- und Spamschutz, Privacy Control und Kindersicherung wird inklusive einem Jahr Support 39,90 Euro kosten. Die Anti-Viren-Lösung in der Version 7.0 kommt für 29,90 Euro in den Handel. Anwender der Version 6.0 können während der Restlaufzeit Ihrer Lizenz kostenlos auf Version 7.0 umsteigen. Spezielle Update-Varianten bringen gleichzeitig die Software-Produkte auf den neuesten Stand und verlängern vorhandene Keys zu günstigeren Preisen um ein Jahr.
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