Kaspersky Lab veröffentlicht Malware- und Spam-Jahresbericht

Conficker gefährlichste Malware-Epidemie im Jahr 2009

01.03.2010 | Redakteur: Peter Schmitz

Kaspersky Labs Ausblick auf 2010: Nutzer von sozialen Netzwerken sind in Zukunft verstärkt im Visier der Cyberkriminellen.

Kido/Conficker, Spam, Phishing, ein Rekord jagte 2009 den nächsten, wenn es um kriminelle Höchstleistungen im Internet ging. So wurden 2009 beispielsweise insgesamt 73.619.767 Netzattacken entdeckt, davon mit 52,70 Prozent über die Hälfte auch China. Security-Experte Kaspersky Lab veröffentlicht jetzt seinen Jahresbericht über die IT-Bedrohungen 2009, inklusive Prognosen zur Malware- udn Spam-Entwicklung für das Jahr 2010.

In den vergangenen drei bis vier Jahren wurden aus China die meisten Schadprogramme verbreitet. Im Jahr 2009 registrierte Kaspersky Lab so zum Beispiel insgesamt 73.619.767 Netzattacken, von denen mit 52,70 Prozent über die Hälfte erneut von chinesischen Internet-Ressourcen ausgingen. Positiv ist, dass der prozentuale Anteil der von China aus durchgeführten Attacken sich im Jahr 2009 von 79 Prozent auf 53 Prozent verringerte.

Kido/Conficker und Software-Schwachstellen prägten das Jahr 2009

Die umfassendste Malware-Epidemie des vergangenen Jahres ging zweifellos auf das Konto von Kido (alias Conficker), der Millionen von Computern weltweit infizierte. Der Kampf gegen das von Kido aufgebaute Botnetz wurde dadurch erschwert, dass in diesem Wurm die modernsten und effektivsten Technologien der Virenschreiber umgesetzt wurden. Im November durchbrach die Zahl der mit Kido infizierten Computer die Sieben-Millionen-Marke. Die Kido-Epidemie dauerte das gesamte Jahr 2009 an.

Mit Hilfe des Schwachstellenscanners von Kaspersky Lab konnten im Jahr 2009 insgesamt 404 verschiedene Sicherheitslücken aufgedeckt werden. Dabei entdeckten die Kaspersky-Experten insgesamt 461.828.538 verwundbare Dateien und Anwendungen auf den Anwender-Computern. Die meisten Schwachstellen wurden in den Anwendungen von Microsoft, Apple, Adobe und Sun Microsystems entdeckt. Die am weitesten verbreitete Sicherheitslücke des Jahres 2009 war eine Schwachstelle in Apple QuickTime 7.x.

Seite 2: Ausblick auf die Malware- und Spam-Gefahren des Jahres 2010

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