03.12.2007 | Redakteur: Stephan Augsten

E-Mail-Spam ist nicht nur nervtötend und in der Regel unerwünscht, sondern kostet vor allem viel Geld. Problematisch sind einerseits die Produktivitätseinbußen durch manuelle Kontrollen des Posteingangs durch die Mitarbeiter und andererseits die Gefahr von Malware. In einer aktuellen Umfrage fand der E-Mail-Security-Spezialist eleven heraus, dass die Angst deutscher Unternehmen vor unerwünschtem Werbemüll zunimmt.
Im Rahmen der Studie befragte eleven rund 550 Fachbesucher der IT-Messen CeBIT und Systems zum Thema E-Mail-Sicherheit. Mit dem Stand vom Oktober 2007 sehen 85 Prozent der IT-Experten in der stetig wachsenden Spam-Flut eine ernste Gefahr für die E-Mail-Infrastruktur. Das sind immerhin 22 Prozent mehr als bei der Umfrage im vergangenen März.
Dieser Anstieg verwundert den Geschäftsführer der eleven GmbH, Robert Rothe, nicht wirklich: „Nach unseren Messungen sind mittlerweile über 95 Prozent des gesamten E-Mail-Verkehrs Spam. Gerade dieses Wachstum geht natürlich zu Lasten der E-Mail-Infrastruktur.“
Auch die weiteren Umfrageergebnisse belegen, dass Unternehmen Spam zunehmend als Gefahr ansehen: So befürchten zwei Drittel der Befragten, aufgrund der Masse unerwünschter Post wichtige E-Mails zu verlieren oder zu übersehen. Ähnlich viele Unternehmen sehen ihre Unternehmensproduktivität bedroht, während 63 Prozent eingeschleuste Viren und Spyware als größte negative Begleiterscheinung der elektronischen Werbung betrachten.
Um den erhöhten Anforderungen gerecht zu werden, geht der Trend zur Auslagerung der Spam-Bekämpfung. Fast 30 Prozent der befragten Unternehmen setzen bereits auf ASP (Application Service Providing) oder wollen zu einer solchen Lösung wechseln.
Ausgelagerte Spam-Filter sind laut Rothe die beste Möglichkeit, die Unternehmensserver wirksam zu entlasten: „Unerwünschte und gefährliche E-Mails können bei ASP-Lösungen bereits auf den Servern des Dienstleisters herausgefiltert werden und erreichen das Unternehmen erst gar nicht.“
Der E-Mail-Security-Spezialist eleven bietet selbst solche Services an und filtert unter anderem den Mail-Traffic von Großunternehmen wie T-Online, Vodafone und BMW. Insgesamt läuft etwa ein Fünftel des deutschen E-Mail-Aufkommens über die Server von eleven.
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