Schutz vor vorweihnachtlicher Spam-Flut

Zehn einfache Tipps, wie Sie Ärger vermeiden können

04.12.2006 | Redakteur: Achim Karpf

Best wishes for Christmas!

IronPort schätzt, dass die Zahl der Spam-Mails jetzt im Dezember bei durchschnittlich 78 Milliarden pro Tag liegen wird - im Vergleich zu 38 Milliarden im letzten Jahr. Zusätzlich

Kriminelle im Cyberspace überraschen die Internet-User dieses Jahr mit ganz besonderen Weihnachtsgeschenken: Spam, Viren und Phishing-Attacken. Mit zehn Tipps möchte Ironport User unterstützen, um Spam zu vermeiden und sich vor Online-Risiken zu schützen. Das weltweite Spam-Aufkommen stieg von 31 Milliarden Nachrichten pro Tag im Oktober 2005 auf 61 Milliarden täglich im Oktober 2006 - ein Zuwachs von fast 100 Prozent.

IronPort schätzt, dass die Zahl der Spam-Mails jetzt im Dezember bei durchschnittlich 78 Milliarden pro Tag liegen wird - im Vergleich zu 38 Milliarden im letzten Jahr. Zusätzlich berichtet die National Retail Federation (NRF), dass mehr als die Hälfte aller Verbraucher in den USA ihre Weihnachtseinkäufe dieses Jahr online erledigen. Mit den Top Ten können Anwender die mit Spam und anderen Web-Bedrohungen verbundenen Gefahren vermeiden können.

1) Nicht öffnen

Öffnen Sie Spam-Nachrichten möglichst nie. Spam enthält oft Software, durch die der Spammer sehen kann, wie viele oder welche E-Mail-Adressen die Mail erhalten und geöffnet haben. Eine verdächtige E-Mail ist fast immer Spam.

2) Nicht antworten

Wenn Sie E-Mails von unbekannten oder verdächtigen Absendern bekommen, dann löschen Sie sie am besten - oder sorgen Sie dafür, dass Ihr Spam-Filter sie sperrt. Antworten Sie auf eine Spam-Mail, und sei es nur, um die Streichung auf dem Verteiler zu verlangen, haben Sie dem Absender bestätigt, dass er tatsächlich eine gültige E-Mail-Adresse erreicht hat. So riskieren Sie, dass noch mehr Spam in Ihrer Inbox landet. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob ein Unternehmen rechtmäßig um Ihre persönlichen Angaben bittet, dann wenden Sie sich entweder direkt an dieses Unternehmen oder geben Sie die URL der Website direkt in Ihren Browser ein.

3) Nicht anklicken

Wenn Sie auf einen Link klicken, den eine Spam-Nachricht anbietet (selbst wenn es nur ein „Unsubscribe“ Link ist), kann Ihr Computer mit Spyware oder einem Virus infiziert werden. Löschen Sie stattdessen die E-Mail sofort. Wenn eine Nachricht, die scheinbar von Ihrer Bank, Ihrem Kreditkartenunternehmen, eBay, Paypal oder anderen Firmen kommt, Sie auffordert, Links anzuklicken, um Ihre Angaben zu bestätigen - tun Sie es nicht. Diese Firmen haben Ihre Bankdetails schon, so dass eine Gültigkeitsprüfung oder Bestätigung nicht erforderlich sein sollte. Löschen Sie die Nachricht einfach. Wenn Sie Fragen zu einer E-Mail von einer Ihnen bekannten Organisation haben, nehmen Sie einfach telefonisch Kontakt mit ihr auf.

4) Nicht kaufen

Spam-Mails gibt es, weil sie sich lohnen. Einen Spammer kostet es fast nichts, Millionen von Nachrichten zu senden. Und auch wenn nur einer von Millionen Menschen etwas kauft, machen sie Geld. Nehmen Sie dem Spam seinen Gewinn. Kaufen Sie nie etwas von Spammern. Fordern Sie Ihre Freunde und Ihre Familie auf, das Gleiche zu tun - egal, wie verlockend das Angebot aussieht.

5) Nutzen Sie nicht Ihre primäre E-Mail-Adresse

Wenn Sie Ihre primäre E-Mail-Adresse irgendwo im Web benutzen, gehen Sie ein größeres Risiko ein, dass diese von Spammern abgegriffen wird. Nutzen Sie für Online-Transaktionen eine zweite Adresse oder einen temporären Account.

6) Glauben Sie nicht alles, was Sie lesen

Weitergeleitete Warnmails oder Kettenbriefe kommen am häufigsten während der Feiertage oder in der Ferienzeit vor. Spammer gelangen durch diese weitergeleiteten Nachrichten an gute Adressen. In kürzester Zeit haben diese Schreiben Hunderte von Adressen in ihrem Verteiler - wertvolles Material für den Spammer. Dementsprechend fallen Menschen, die sich um ein „vermisstes Mädchen“ oder einen „verzweifelten Flüchtling“ Sorgen machen, nicht nur auf einen bösen Scherz herein, sondern werden auch zu Empfängern von noch mehr Spam.

7) Nutzen Sie eine Kreditkarte, die zeitlich befristet oder zum einmaligen Gebrauch gedacht ist

Wenn Sie sich nicht sicher sind, nutzen Sie eine Kreditkarte, die zeitlich befristet oder nur für den einmaligen Gebrauch gedacht ist. Die meisten größeren Banken bieten diese Art von Karten an, um bei der Vermeidung von Missbrauch zu helfen.

8) Überprüfen Sie die Sicherheitsrichtlinien

Seien Sie vorsichtig, wenn Sie unsichere Formulare im Web ausfüllen oder Ihre E-Mail-Adresse auf Websites angeben. Überprüfen Sie die Sicherheitsrichtlinien der Website, um sicherzustellen, dass Ihre E-Mail-Adresse nicht an andere Unternehmen weitergegeben wird.

9) Aktivieren Sie den Spam-, Viren- und Spyware-Schutz

Spam-Mails enthalten oft Viren. Ein Anti-Spam- und Antiviren-Schutz ist daher unerlässlich. Zu Spam gehören auch häufig Links auf Websites mit Spyware oder Malware. Reden Sie mit Ihrem Service-Provider oder Ihrer IT-Abteilung, um sicherzugehen, dass Sie angemessen vor dieser Art von Bedrohungen geschützt sind. Der Schutz vor Spam, Viren oder webbasierter Malware am Gateway kann einen entscheidenden Unterschied machen.

10) Vertrauen Sie auf den gesunden Menschenverstand

Wenn etwas wie Spam aussieht, ist es höchstwahrscheinlich auch Spam. Löschen Sie es.

Das Threat Operation Center von IronPort bestätigt den weltweiten Anstieg von Spam. Das vermehrte Aufkommen während der Feiertage ist auf neue Techniken und mehr Online-Aktivitäten zurückzuführen. Zusätzlich sinken die Erkennungsraten, da die signaturbasierten Anti-Spam-Lösungen nicht in der Lage sind, mit den sich schnell ändernden Techniken der Spammer Schritt zu halten. Eine dieser Methoden, auch bekannt als Image-Spam, hat im Oktober 2006 ein neues Rekordhoch von 25 % des gesamten Spam-Aufkommens erreicht - im Vergleich zu 3,8 % im Oktober 2005, was einen Anstieg von 421 % bedeutet.

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