19.01.12 | Redakteur: Stefan Riedl
2011 konnten Polizei und Sicherheitsunternehmen entscheidende Schläge gegen Spam versendende Botnetze führen. Die Folge war ein massiver Einbruch im weltweiten Spamaufkommen. Dauerhaft war der Rückgang allerdings nicht. Sicherheitsexperten sehen neue Spam-Trends für 2012.
Der deutsche E-Mail-Sicherheitsexperte Eleven hat das Spam-Aufkommen des vergangenen Jahres analysiert und geschlussfolgert: „Die Spam- und Phishing-Landschaft ist im Umbruch“. Noch nie gab es den Spam-Experten zufolge so viele Schwankungen im Spam-Aufkommen wie im vergangenen Jahr. Auch für 2012 rechnet das Unternehmen damit, dass Spam-Mails zunehmend in kurzen, massiven Wellen aufschlagen. Das erhöht in den kommenden Jahren die Überlastungsgefahr bei E-Mail-Servern.
Im Jahr 2011 verzeichnete man bei Eleven die größten Schwankungen im Spam-Aufkommen seit 2003. Dabei sei es wiederholt zu massiven Einbrüchen des Spam-Volumens um deutlich mehr als 50 Prozent gekommen – zuletzt im Dezember 2011. Gegenüber dem Vormonat sank das Spam-Volumen im letzten Monat vergangenen Jahres um 70,4 Prozent. In diesem Abfallen liegt auch der statistische Hauptgrund für den deutlichen Rückgang des Spam-Aufkommens im Vergleich zum Vorjahres-Dezember: Im Dezember 2011 waren es dann nur noch 19 Prozent des Wertes vom Dezember 2010.
Im März vergangenen Jahres wurde das damals weltweit größte Botnet abgeschaltet. Unter der Federführung von Microsoft gelang es, das „Rustock“ genannte Botnet abzustellen und zwar durch juristische Maßnahmen. In den Vereinigten Staaten wurden damals die Command-and-Control-Server verschiedener Providern beschlagnahmt. Das Rustock-Botnet verschickte tagtäglich bis zu 30 Milliarden Spam-E-Mails, bei denen in den meisten Fällen potenzsteigernde Mittel beworben wurden.
Der darauf folgende Spam-Einbrüchen betrug laut Eleven fast 80 Prozent.
In der Folge stieg nach Maßnahmen wie dieser das Spam-Volumen jedoch jedes Mal wieder deutlich an.
Auf der nächsten Seite finden Sie die fünf wichtigsten Spam-Trends für das Jahr 2012.

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