Banken und Paypal dienen oft als Tarnung für Datendiebe

Raffinierte Betrugsversuche ersetzen Phishing-Attacken

01.07.2008 | Redakteur: Martin Hensel

Laut Retarus nahm die Zahl der Phishing-Mails im zweiten Quartal 2008 ab.

Der Spezialist für Messaging-Security Retarus verzeichnete im zweiten Quartal 2008 einen deutlichen Rückgang des Anteils von Phishing-Attacken im gesamten E-Mail-Schadcode. Grund zur Entwarnung gibt es aber nicht: Online-Betrüger setzten auf immer raffiniertere Methoden, um an die Daten unvorsichtiger Nutzer zu gelangen.

Im ersten Quartal des laufenden Jahres nahm der Anteil von Phishing-Attacken am gesamten Mail-Schadcode laut Retarus von über 90 Prozent auf rund 68 Prozent ab. Entwarnung gibt es trotzdem nicht, wie Managing Director und CEO Martin Hager verdeutlicht: „Zwar ist der Anteil von Betrugs-Versuchen per E-Mail deutlich zurückgegangen, doch müssen wir gleichzeitig feststellen, dass die verbliebenen Betrüger immer raffinierter zu Werke gehen“.

Rund 38 Prozent aller Phishing-Angriffe geben sich als Bank aus, indem die Corporate Identity der Finanzinstitute teils täuschend echt nachgeahmt wird. Weitere 39 Prozent tarnen sich als Nachricht von Internet-Bezahldiensten wie Paypal: Die vermeintlichen Kunden werden beispielsweise dazu aufgefordert, ihre Daten einzugeben. Um die User dazu zu bewegen, wird mit einer Account-Sperre gedroht.

Nur ein knappes Viertel der Phishing-Attacken setzt auf andere Tricks. Rund 7,5 Prozent verstecken sich hinter vorgetäuschten Job-Angeboten. Weitere 6,2 Prozent geben eine persönliche Bekanntschaft vor, indem in der Betreffzeile der E-Mail zum Beispiel eine Antwort auf eine Nachricht („RE: Your document“) oder ein privater Kontakt („See you tonight!“) vorgespiegelt werden.

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