Social Networking ertrinkt in Spam-Flut

Werbung, Trojaner und Phishing-Versuche über Facebook und MySpace

11.06.2008 | Redakteur: Martin Hensel

Spammer fluten Social-Networking-Portale mit unerwünschten Nachrichten.

Einer Umfrage im Auftrag von Cloudmark zufolge nehmen Spam-Angriffe auf Social-Networking-Portale wie Facebook oder Myspace bedrohlich zu. Demnach haben in den vergangenen zwölf Monaten rund 83 Prozent der Anwender unerwünschte Nachrichten erhalten.

Der Anbieter von Messaging-Security-Lösungen Cloudmark hat eine Studie von Harris Interactive zum Thema Spam in sozialen Netzwerken durchführen lassen. Insgesamt wurden 972 Benutzer derartiger Plattformen befragt. Demnach haben 83 Prozent der Nutzer von Diensten wie Facebook oder MySpace in den vergangenen zwölf Monaten Spam in Form von Freundes-Einladungen, Nachrichten oder Postings erhalten.

Ähnlich wie bei E-Mail-Spam erhielten die Nutzer unaufgefordert Produktinformationen. Noch schlimmer waren Versuche, die Anwender auf Phishing-Websites oder URLs mit Schadsoftware umzuleiten. Aufgrund dieses Problems erwägen zwei Drittel der Befragten, zu einem anderen Social-Networking-Portal zu wechseln.

Rund 37 Prozent der Umfrageteilnehmer konnten in den letzten sechs Monaten eine Zunahme unerwünschter Nachrichten verzeichnen. Davon stuften 17 Prozent die Zunahme als erheblich ein. Im Schnitt erhielten die Anwender in den vergangenen zwölf Monaten 64 Spam-Nachrichten.

Social-Networking-Portale bieten ihren Mitgliedern vielfältige Kommunikationsmöglichkeiten, beispielsweise E-Mail, SMS, Chats, Blogs und Message-Broadcasting. Das lockt aber auch Spammer und Hacker besonders an. „Die Anbieter müssen das Sicherheitsproblem gezielt angehen, oder sie riskieren Einbußen bezüglich Nutzung und Umsatz“, skizziert Cloudmark-CTO Jamie de Guerre die möglichen Folgen.

Mitglieder solcher Plattformen sollten dieselben Vorsichtsmaßnahmen treffen, die sie auch bei anderen Formen der Online-Kommunikation anwenden. Dazu zählt beispielsweise der Verzicht auf das Veröffentlichen persönlicher Informationen, die zu Identitätsdiebstahl missbraucht werden könnten.

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