Messaging-Security-Spezialist rät zu erhöhter Vorsicht

Cloudmark warnt vor steigenden Phishing-Attacken in Deutschland

02.04.2008 | Redakteur: Florian Karlstetter

Cloudmark beobachtet einen Anstieg an deutschsprachigen Phishing-Mails.

Cloudmark, Anbieter von Messaging-Security-Lösungen der Carrier-Klasse analysiert regelmäßig das Aufkommen von Phishing-Attacken. So stellten die Spezialisten im Januar und Februar 2008 ein signifikantes Ansteigen deutschsprachiger Phishing-Mails fest, ein Trend der bereits im letzten Quartal 2007 seinen Anfang nahm.

Zwar sei die Qualität der deutschen Trojaner-Mails meist nicht so komplex wie beispielsweise in den USA oder Großbritannien, dennoch gebe der Anstieg Anlass zur Sorge. Außerdem ist Cloudmark der Ansicht, dass viele deutsche Internet-User noch immer zu leichtfertig mit E-Mails umgehen.

Was die Herkunft der in den ersten beiden Monaten diesen Jahres eingehenden Phishing-Mails angeht, lassen sich relativ exakte Angaben machen. An unrühmlicher erster Stelle stehen mit 38 Prozent Domains aus Hong Kong, gefolgt von der Volksrepublik China mit 14 Prozent. Deutlich abgeschlagen mit gerade mal sechs Prozent ist die Karibikinsel St. Thomas.

Auffallend daran ist, dass es sich bei den genannten Ländern allesamt um Nationen handelt, die noch immer unzureichende oder gar keine Maßnahmen gegen die Absender der Netzwerk-Attacken ergreifen.

Auch sei ein Trend zu größerer Differenzierung bei Phishing-Attacken an deutsche E-Mail-Adressen festzustellen. Deshalb wird es in Zukunft wohl immer schwieriger, anhand der Textinhalte auf den ersten Blick festzustellen, ob es sich um eine Phishing-Attacke handelt oder nicht.

Cloudmark appelliert an Service Provider, sich in Zukunft noch stärker zu engagieren, um Kunden vor Betrug und Missbrauch durch schadhafte E-Mails zu schützen. Aber auch die Anwender sind gefordert und sollten beim Öffnen von elektronischen Nachrichten unbekannter Absender ausreichend Vorsicht walten lassen. Ebenso wichtig ist der Einsatz von Antivirenprogrammen mit integriertem Phishing-Schutz – und regelmäßig aktualisierten Virensignaturen.

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