Datenschutz im Internet

Bundesministerin Aigner fordert technische und rechtliche Absicherung

10.02.2010 | Redakteur: Stephan Augsten

Gefangen im Netz: Wer seine Daten ins Internet stellt muss sie auch wieder löschen können, fordert Ilse Aigner, Bundesministerin für Verbraucherschutz.

Im Rahmen des Safer Internet Day haben sich Bitkom-Verband und Verbraucherschutzministerium zum Thema „Sicherheit und Datenschutz – Wer trägt welche Verantwortung?“ geäußert. Quintessenz der Konferenz: Das Datenschutzrecht muss weiter an die digitale Entwicklung angepasst werden, Bundesverbraucherschutz-Ministerin Ilse Aigner forderte eine Stärkung der Verbraucherrechte.

Das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) und der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) unterstützen sich gegenseitig. So wurde anlässlich des gestrigen Safer Internet Day eine gemeinsame Pressekonferenz „Sicherheit und Datenschutz – Wer trägt welche Verantwortung?“ abgehalten.

Bundesverbraucherschutzministerin Ilse Aigner forderte dazu auf, die Verbraucherrechte zu stärken. Wer seine Daten ins Netz stelle müsse auch das Recht haben, diese wieder zu löschen. „Persönliche Daten sind persönliches Eigentum und müssen es bleiben“, so Aigner. „Nur wer sich darauf verlassen kann, dass die eigenen Daten im Netz umfassend geschützt sind, wird die digitalen Angebote der Wirtschaft nutzen.“

Als technische Sicherheitsmaßnahme befürwortet Aigner einen Kopierschutz, damit sensible Daten nicht im Internet kursieren können. Darüber hinaus sollten Browser datenschutz- und sicherheitskonform vorkonfiguriert sein, „so dass Nutzer nicht erst aktiv werden müssen, wenn sie nicht wollen, dass ihre Daten weitergegeben werden.“

Bitkom-Präsidiumsmitglied Dieter Kempf appelierte an alle beteiligten Stellen: „Politik, Wirtschaft und Verbraucher müssen gemeinsam dafür sorgen, dass private Daten im Web sicher sind.“ Beispielsweise sollten Internet-Nutzer ihre Daten nur nach sorgfältiger Prüfung im Internet freigeben, warnten Kempf und Aigner.

Eine aktuelle Forsa-Umfrage im Auftrag des Bitkom-Verbands besagt, dass 2009 etwa 40 Prozent der Deutschen ab 14 Jahren persönliche Informationen im Internet veröffentlicht haben – das entspricht 28 Millionen Bundesbürgern. Im Jahr 2008 hatte der Anteil noch 23 Prozent betragen.

Einstimmig hoben Aigner und Kempf hervor, dass das Datenschutzrecht weiter an die digitale Entwicklung angepasst werden müsse. In diesem Zusammenhang propagiert Kempf, bereits vorhandene Sanktionsmöglichkeiten auch zu nutzen: „Im Internet ist weniger fehlendes Recht das Problem, vielmehr fehlende Rechtsdurchsetzung.“

Im Zuge ihrer Zusammenarbeit haben Bundesverbraucherministerium und Bitkom wichtige Tipps zu Datenschutz und Sicherheit im Internet zusammengestellt. Das Informationsblatt steht auf der Homepage des Verbraucherschutzministeriums und der Bitkom-Webseite zum kostenfreien Download bereit.

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Ich würde mal sagen so gut wie kein Minister weiß wovon er fachlich redet. Aber vor allem bei...  lesen
posted am 02.03.2010 um 08:59 von Unregistriert

Einen größeren Blödsinn, wie den eines Kopierschutzes im Internet, habe ich selten von einem...  lesen
posted am 10.02.2010 um 10:04 von Unregistriert


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