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Trotz dieser Zahlen wird die Gefahr der Industriespionage in deutschen Unternehmen noch immer deutlich unterschätzt. Zwar erwarten 80 Prozent der Umfrage-Teilnehmer einen weltweiten Anstieg des Spionage-Risikos. Doch frei nach dem Motto „Das kann uns nicht passieren!“ glaubt nur ein gutes Drittel der Befragten, dass die Gefahr auch für das eigene Unternehmen steigt.
Laut der Studie sind rund 19 Prozent der befragten Unternehmen bereits von einem Spionagefall betroffen gewesen, knapp zwei Drittel davon verzeichneten finanzielle Einbußen. Pro Spionagefall reichten die Schäden von 10.000 Euro bis über 1 Million Euro. Auf alle Unternehmen in Deutschland hochgerechnet ergibt sich demnach eine Schadenssumme von mindestens 2,8 Milliarden Euro.
Beim Abfluss von Know-how kann es sich um eine ungewollte Preisgabe sensibler Informationen handeln, beispielsweise durch
Dabei spielt einerseits der finanzielle Anreiz eine Rolle, andererseits aber auch die berufliche Perspektive. Selbst wenn ein Mitarbeiter bei der Spionage erwischt und anschließend gefeuert wird, kann er mit dem bis dato gesammelten Know-how immer noch bei einem Konkurrenten einsteigen. Dort wird er dann wahrscheinlich mit Argusaugen beobachtet, doch welches Unternehmen scheut sich bei einem möglichen Wettbewerbsvorteil schon davor, einen „Kriminellen“ einzustellen?
Tatsächlich gehört neben dem Informationsabfluss durch Insider das An- bzw. Abwerben von Mitarbeitern zu den häufigsten Spionagehandlungen, wie der Security-Service-Berater Corporate Trust in seiner Studie herausgefunden hat. Erst an dritter Stelle folgen Hacking-Angriffe auf die EDV-Systeme. Doch welche Arten von Insidern verbergen sich hinter dem gezielten Know-how-Diebstahl?
(nicht registrierter User)
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