26.08.2010 | Redakteur: Stephan Augsten

Der E-Mail-Sicherheitsexperte Antispameurope warnt, dass sich die Zahl der Viren-behafteten Spam-Nachrichten seit Juni verzehnfacht hat. Darüber hinaus versenden die Spammer zunehmend E-Mails mit HTML-Attachements, die den Empfänger beim Öffnen auf infizierte Webseiten führen.
Wie Antispameurope berichtet, ist die Anzahl virenverseuchter E-Mails innerhalb weniger Wochen rasant angestiegen: Seit Juni habe sich ihre Zahl verzehnfacht. Angesichts dieses Anstiegs sei der Einsatz eines Tools ratsam, das E-Mails auf Schadcode hin untersucht.
Gegen einen weiteren Spam-Typus, der seit dem Wochenende vermehrt auftrete, sind diese Scan-Mechanismen allein hingegen machtlos: Antispameurope warnt einhellig mit anderen Antispam-Spezialisten vor E-Mails mit bösartigen HTML-Anhängen.
Meist sollen derartige Mails den Empfänger mit fingierten und/oder sensationsträchtigen Nachrichten dazu verleiten, den HTML-Anhang zu öffnen. Dieser ruft dann über den Browser eine Webseite auf, die den Rechner mit Malware infiziert.
„Diese E-Mails sind nur schwer als Virus-Mails zu erkennen, weil sie nur die Weiterleitung auf den Virus enthalten, nicht aber die schädliche Software selbst“, erläutert Olaf Petry, technischer Leiter bei Antispameurope. „Auf diese Weise versuchen die kriminellen Absender immer häufiger, die Spamfilter der Empfänger zu überlisten.“
Im Rahmen einer Spam-Kampagne wird beispielsweise behauptet, Prominente wie Tiger Woods und Ronaldinho seien bei einem Flugzeugabsturz ums Leben gekommen. Weitere Informationen könne der Empfänger der angehängten HTML-Datei entnehmen. Diese führt den Anwender jedoch auf eine Webseite, von der der Trojaner „JS/Agent.JP“ heruntergeladen wird.
Im aktuellen Monat August zeichnet sich laut Antispameurope ein neuer Höchststand bei infizierten E-Mails ab. Da viele dieser Nachrichten nur noch Links und Weiterleitungen auf schädliche Webseiten enthielten, nehme auch die Anzahl verseuchter Webseiten massiv zu. Angesichts der kombinierten Bedrohungen rät Antispameurope zu einer Lösung wie den eigenen Security Services, die sowohl E-Mail- als auch Webfilter umfassen.
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