03.02.2010 | Autor / Redakteur: Brian Contos und Stephan Augsten / Stephan Augsten

Jede Datenbank bietet eigene Tools und Log-Daten, die man gerne zur Analyse von Sicherheitsvorfällen und Datenverlusten heranzieht. Aber sollte man sich überhaupt auf die Auditing- und Reporting-Funktionen einer angegriffenen Datenbank verlassen? In diesem Tipp gehen wir auf mögliche Gefahren und technische Mängel der Datenbank-Tools ein.
Grundsätzlich sollte man den Sicherheitsinformationen von IT-Systemen misstrauen, die Ziel eines Angriffs waren. Dieser Grundsatz gilt vor allem dann, wenn mehrere privilegierte Mitarbeiter wie Datenbank- und System-Administratoren auf eine Plattform und ihre Audit-Funktionen zugreifen können.
Ein Event-Log ist nunmal nutzlos, wenn ein böswilliger Insider es unter Umständen manipulieren kann. Das wäre so, als wenn ein Krimineller mit der Klärung seines eigenen Verbrechens beauftragt wird. Es ist recht einfach, forensische Beweise und nützliche Informationen zu unterschlagen.
Dies ist ein Paradebeispiel dafür, warum die Aufgabentrennung ein Muss im Unternehmen ist: sie ist gleichzusetzen mit der Gewaltenteilung einer Demokratie. IT-Sicherheit und der (sichere) Betrieb müssen klar voneinander abgegrenzt sein.
Ist die Gefahr einer möglichen Manipulation eingedämmt oder nicht gegeben, darf man aber nicht die technischen Unzulänglichkeiten vergessen, die mit den meisten Datenbank-Tools einhergehen:
Das Sammeln und Aufbereiten von Datenbank-Protokollen sollte dementsprechend unabhängig von nativen Tools erfolgen. Hier bietet sich beispielsweise eine Logfile-Sammlung mithilfe eines Syslog Daemon an, der auch heterogene Umgebungen unterstützt. Dadurch gewährleistet man eine strikte Aufgabentrennung, steigert die Datenbank-Performance, erhält aufbereite Details und kann die User besser in die Verantwortung ziehen.
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