Risiko Mitarbeiter – 10 Tipps für mehr Datensicherheit
Tipp 2 – Datenbank-eigenen Tools und Logs im Zweifelsfall misstrauen
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Jede Datenbank bietet eigene Tools und Log-Daten, die man gerne zur Analyse von Sicherheitsvorfällen und Datenverlusten heranzieht. Aber sollte man sich überhaupt auf die Auditing- und Reporting-Funktionen einer angegriffenen Datenbank verlassen? In diesem Tipp gehen wir auf mögliche Gefahren und technische Mängel der Datenbank-Tools ein.
Ein Event-Log ist nunmal nutzlos, wenn ein böswilliger
Dies ist ein Paradebeispiel dafür, warum die Aufgabentrennung ein Muss im Unternehmen ist: sie ist gleichzusetzen mit der Gewaltenteilung einer Demokratie. IT-Sicherheit und der (sichere) Betrieb müssen klar voneinander abgegrenzt sein.
Ist die Gefahr einer möglichen Manipulation eingedämmt oder nicht gegeben, darf man aber nicht die technischen Unzulänglichkeiten vergessen, die mit den meisten Datenbank-Tools einhergehen:
In vielen Fällen ist das integrierte Datenbank-Auditing schlichtweg nicht aktiviert.
Das Freischalten nativer Audit-Funktionen erfolgt manuell und ist somit fehleranfällig; der Datenbank-Administrator könnte ein mangelhaftes Auditing veranlassen.
Integrierte Auditing-Funktionen sind berüchtigt für ihren massiven Informationsüberfluss; native Audits können die Ressourcen einer Datenbank-Umgebung auslasten und somit die Produktivität des Systems beeinflussen.
Wird nicht für jede Datenbank-Anfrage eine neue Verbindung erstellt, sondern eine bestehende offene Verbindung wiederverwendet (Connection Pooling), kann man auch nicht eindeutig den Verantwortlichen einer Aktion bestimmen (mehr dazu im noch ausstehenden Tipp: „Eine
IP-Adresse haftet nicht für Datendiebstahl“).Verschiedene Datenbanken bieten unterschiedliche Auditing-Möglichkeiten; in heterogenen Umgebungen ist es sehr Ressourcen-intensiv, das Auditing für jede Datenbank zu aktivieren. Noch dazu liefern alle Datenbank-Versionen und -Typen einen unterschiedlichen und möglicherweise unvollständigen Output. Wenn man sich nicht mit sämtlichen Datenbank-Varianten auskennt, führt das zu Fehlinterpretationen.
Zahlreiche Datenbanken sind nicht dazu in der Lage, böswillig manipulierte
SQL -Anfragen abzufangen. Entsprechend der SQL Injection über eine Web-Anwendung ist ein interner Angreifer durchaus dazu in der Lage, eine ihm eigentlich unzugängliche Datenbank auszuspähen. Solche Datenbank-Abfragen bleiben den internen Audit-Tools leider verborgen.
Das Sammeln und Aufbereiten von Datenbank-Protokollen sollte dementsprechend unabhängig von nativen Tools erfolgen. Hier bietet sich beispielsweise eine Logfile-Sammlung mithilfe eines Syslog Daemon an, der auch heterogene Umgebungen unterstützt. Dadurch gewährleistet man eine strikte Aufgabentrennung, steigert die Datenbank-Performance, erhält aufbereite Details und kann die User besser in die Verantwortung ziehen.
Brian Contos ist Chief Security Strategist bei Imperva.
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