22.07.2010 | Autor / Redakteur: Mike Chapple und Stephan Augsten / Stephan Augsten
Der zweite Schritt besteht darin, die Anwender vor sich selbst zu schützen. Denn der zweithäufigste Grund für Rootkit-Infektionen sind User, die dem Schadcode bei seiner Installation helfen. In der Regel geschieht dies, wenn der Anwender eine Software aus dem Internet herunterlädt, die einen Trojaner-Downloader oder ähnliche Schadcode-Sequenzen beinhaltet. Die Anwender sollten deshalb unbedingt dafür sensibilisiert werden, dass sie:
Leider neigen Anwender immer wieder dazu Sicherheitsvorgaben zu umgehen, sei es absichtlich oder ungewollt. Deshalb ist es wichtig, die User zu schulen und ihnen die Tragweite dieser Richtlinien vor Augen zu führen. Als Administrator sollte man weiterhin wachsam beobachten, ob sich nicht doch ein Rootkit in irgendeinem System festgesetzt hat.
Die meisten Antivirus-Produkte sind mittlerweile dazu in der Lage, die gängigsten Rootkits aufzuspüren; derartige Software sollte zum Standard-Repertoire eines Security-Verantwortlichen gehören und dient sowohl der Überwachung als auch dem Schutz der Systeme.
Idealerweise verfügt die Antivirus-Software über eine zentrale Monitoring-Komponente, die sicherheitsrelevante Ereignisse in einem Dashboard anzeigt und den Administrator bei möglichen Infektionen alarmiert. Zentralisierte Produkte sind in der Regel auch günstiger als einzelne Desktop-Lösungen.
Wie bereits erwähnt reicht eine Antivirus-Software allein aber nicht aus, um alle Rootkits aufzuspüren. Beim Verdacht einer Rootkit-Infektion sollte man deshalb unterstützend auf Tools zurückgreifen, die auf diese Gefahr spezialisiert sind. Kostenlose Angebote sind unter anderem der RootkitRevealer aus den Microsoft-Sysinternals und das Chkrootkit-Tool für Linux-basierende Systeme. Weitere kostenlose Anwendungen haben wir im Kastentext zusammengefasst.

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