09.03.2010 | Autor / Redakteur: Dan Bieler / Katrin Hofmann
Dieses ineinandergreifende Szenario mündet in einem schwierigen Kompromiss. IT-Manager stehen einerseits vor der Entscheidung, die Freiheiten der Mitarbeiter einzuschränken und verzichten damit gleichzeitig auf den Nutzen, den ein offener und lockerer Informationsaustausch ermöglicht. Eine komplette Unterbindung eines solchen “Enterprised consumerism” (Nutzung von Applikationen und Endgeräten am Arbeitsplatz, die auf den Verbraucher abzielen) macht den Weg zur “formlosen Produktivität“ so gut wie unmöglich – dafür aber sehr sicher.
Auf der anderen Seite würde eine vollkommen offene Umgebung zwar den Zugang zu dieser “formlosen Produktivität” erlauben, allerdings wäre damit ein großes Sicherheitsrisiko verbunden, beispielsweise Computerviren einzufangen. Außerdem könnte dies möglicherweise zu einem ineffizienten Verhalten der Mitarbeiter führen, wenn diese auf einmal Computerspiele spielen anstatt zu arbeiten.
Insgesamt betrachtet ist es aber keine Option, diesen phänomenalen Trend zu ignorieren. Anbieter müssen den User am Arbeitsplatz ernst nehmen und eine passende Strategie für diese Entwicklung festlegen. Außerdem sollten die Anbieter CIOs und Netzwerkmanager bezüglich des unüberschaubaren Webangebots (Geräte, Applikationen, etc.) unterstützen.
IDC empfiehlt den Anbietern, eine schlüsselfertige Strategie mit den IT-Dienstleistern und Systemintegratoren für dieses Phänomen zu entwickeln. Darüber hinaus sollten die Hersteller Consumer-Services/-Lösungen anbieten, die potenziellen geschäftlichen Nutzen nachweisen. Ignorieren sie den neuen Trend der Anwender im Unternehmen, könnten sie schnell unter den “odd one out” sein.
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