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Mehrheit der Krankenhäuser erlebte schon einen Cyberangriff

Mehr als 60 Prozent der deutschen Krankenhäuser sind bereits Opfer eines Hackerangriffs geworden. Es mangelt an IT-Infrastrukturen und Fachpersonal.

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Dies sind unter anderem Ergebnisse der „Krankenhausstudie 2017“ von Roland Berger. Für diese wurden Vorstände und Geschäftsführer der 500 größten deutschen Krankenhäuser befragt. Demnach haben 64 Prozent der befragten Kliniken bereits einen Cyberangriff erlebt.

Diese Angriffe umfassen sowohl aktive Angriffe von außen, als auch solche durch unachtsame Nutzung und entsprechend aktivierter Schadsoftware. Als erfolgte Gegenmaßnahme haben 94 Prozent eine Verschärfung der Firewall-Absicherung genannt. Nahezu gleichauf sind die Nennungen für die Entwicklung eines Notfallplans (75 Prozent) sowie die Schulung von Mitarbeitern (73 Prozent). Eher selten (31 Prozent) wird das IT-Personal aufgestockt. Im Allgemeinen setzen Krankenhäuser hier eher auf die Durchsetzung und Verstärkung bereits existierender Maßnahmen.

IT-Investitionen und Digitalstrategie

Der Großteil der befragten Krankenhäuser gibt weniger als zwei Prozent des Umsatzes für IT aus. Und nur jedes zehnte Krankenhaus betrachtet die IT als wichtiges Investitionsgebiet. Immerhin ist die Verbesserung der IT-Sicherheit einer der Haupttreiber für höhere IT-Ausgaben. Lediglich neun Prozent der Befragten gibt mehr als zwei Prozent des Umsatzes für IT aus.

Roland Berger Krankenhausstudie
Abbildung 1: Ganze 64 Prozent der befragten deutschen Krankenhäuser wurden bereits Opfer eines Cyberangriffs.

Trotz des geringen Anteils der IT-Ausgaben haben fast 90 Prozent der Befragten angegeben, dass sie eine Digitalstrategie hätten. Als größte Hürde für die Umsetzung von Digitalisierungsmaßnahmen sehen die Krankenhäuser den hohen Investitionsbedarf. Zudem werden Probleme bei der Datensicherheit und dem Datenaustausch als eine der Herausforderungen in Sachen Digitalisierung genannt.

"Fehlen Krankenhäusern die notwendigen Investitionsmittel für eine digitale Verbesserung der Prozesse, so werden viele Maßnahmen, die zur Kostensenkung führen, nicht implementiert. Dazu gehören etwa neue digitale Medizinkonzepte und ein effizienterer Umgang mit Patientenakten", erläutert Oliver Rong, Partner von Roland Berger und Leiter der Healthcare Practice in Deutschland, Österreich und der Schweiz. "Außerdem leidet die IT-Sicherheit darunter, wenn IT-Systeme durch Hackerangriffe gefährdet werden. Denn schließlich geht es hier um den Schutz sensibler Patientendaten und im Extremfall um den Erhalt des Gesamtbetriebs einer Klinik."

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