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Sicherheitsratgeber: IBM Watson for Cyber Security ist verfügbar

IBMs Watson for Cyber Security soll Sicherheitsanalysten mit kognitiver Technologie dabei helfen, die richtigen Entscheidungen zu treffen.

IBMs kognitives System Watson für Cybersicherheit soll IT-Sicherheitsverantwortliche dabei unterstützen, auf Cybergefahren angemessen zu reagieren. IBM spricht in diesem Zusammenhang von Augmented-Intelligence-Technologie. Nach einer Forschungs- und Betaphase in 2016, hat IBM nun die allgemeine Verfügbarkeit der Lösung angekündigt. IBM Watson für Cybersicherheit steht Kunden über die Security Operations Center (SOC) von IBM zur Verfügung. IBM verfügt über ein weltweites Netz an kognitiven SOCs, die über IBMs Managed Security Services für Kunden verfügbar sind.

Wie soll Watson Unternehmen in der realen Welt in Sachen Cybersicherheit unterstützen? Beispielsweise soll die Lösung Sicherheitsanalysten helfen, Entscheidungen zu treffen. Hierfür komme sowohl maschinelles Lernen als auch natürlich Sprachverarbeitung zum Einsatz. Passiert im Unternehmen ein Sicherheitsvorfall, kann Watson Verbindungen zu bekannter Schadsoftware oder anderen Cyberangriffen erkennen. In diesem Fall liefert Watson beispielsweise Hintergrundinformationen zu der eingesetzten Malware, den ausgenutzten Sicherheitslücken sowie dem Ausmaß der Bedrohung.

IBM Watson for Cyber Security
Abbildung 1: Watson teilt seine Erkenntnisse mit dem Admin und soll so bei der Analyse und Einschätzung von Sicherheitsvorfällen helfen.

Watson soll Unternehmen ebenfalls dabei helfen verdächtige Vorgänge und Abläufe zu identifizieren. Hier soll die Lösung zusätzliche Informationen zu Nutzeraktivitäten außerhalb des offensichtlich verdächtigen Verhaltens liefern. Damit soll es Unternehmen leichter fallen, einzustufen, ob eine Aktivität tatsächlich gefährlich ist.

Ein System wie IBMs Watson for Cyber Security muss natürlich erst einmal Wissen aufbauen, bevor es seinerseits mit Rat zur Seite stehen kann. In 2016 gab es zunächst eine Forschungs- und nachfolgend eine Betaphase. Laut IBM wurden Watson for Cyber Security so über eine Million Dokumente in Sachen Cybersicherheit zugeführt, so dass die Lösung sich auch sprachlich mit dem Thema vertraut machen konnte. Watson soll in der Interaktion mit IT-Sicherheitsverantwortlichen so natürliche Sprache beherrschen.

Eine Schnittstelle ist die IBM QRadar Watson Advisor App, die Inhalte mit Hilfe von Watsons Sprachfähigkeiten aus Websites, Forschungspapieren und Blogs mit Datensätzen zu IT-Sicherheitsvorfällen aus der IBM QRadar-Security-Intelligence-Plattform kombiniert. So soll es Sicherheitsverantwortlichen deutlich schneller möglich sein, etwaige Vorfälle zu analysieren. Die App soll voraussichtlich Ende Februar 2017 zur Verfügung stehen.

Auf ein Wort mit Watson

Zudem würde gerade ein Chat-Bot entwickelt, über den Kunden via Instant-Messaging-Dienst Watson zu ihrem aktuellen Sicherheitsstatus befragen können. Das Forschungsprojekt Havyn soll der Lösung zudem eine Stimme verleihen. Hier würde die Watson-Technologie genutzt, um auf Sprachbefehle und -nachrichten von Mitarbeitern zu reagieren.

„Durch die Integration der Watson-Technologie in die SOCs von IBM reagieren wir auf die immer raffinierteren Cybergefahren“, sagt Christian Nern, Head of Security Software DACH bei IBM Deutschland. „Unsere Innovationen im Bereich kognitive IT-Sicherheit zeigen, wie wir den Kampf gegen Cyberkriminalität für unsere Kunden entscheiden wollen.“

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