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Hybride Infrastrukturen sorgen für Sicherheitsbedenken

IT-Entscheider haben im Hinblick auf die Migration in die Cloud und hybride Infrastrukturen durchaus erhebliche Sicherheitsbedenken.

Dies sind unter anderem die Ergebnisse einer Umfrage, die im Auftrag von Bitdefender im November 2016 unter 100 IT-Entscheidern deutscher Unternehmen mit mehr als 1000 Arbeitsplätzen durchgeführt wurde. Demnach seien 36 Prozent der Befragten hinsichtlich des Sicherheitsmanagements von hybriden Infrastrukturen „besorgt“ oder gar „sehr besorgt“.

Dabei bereitet wohl insbesondere die Sicherheit der Daten den IT-Verantwortlichen Kopfzerbrechen. Im Hinblick auf die wichtigsten Sicherheitsbedenken nannten 78 Prozent der Befragten den Aspekt der Speicherung der Daten. Und 72 Prozent der IT-Entscheider machen sich Sorgen um die Sicherheit der Daten während der Übertragung. Die vergrößerte Angriffsfläche steht ebenfalls oben auf der Liste der Sicherheitsbedenken.

Ist die Migration in eine hybride Infrastruktur bereits erfolgt, gehört der Zugriff auf die Daten durch nicht autorisierte Geräte zu den Befürchtungen der befragten IT-Verantwortlichen (37 Prozent). Fehlende Richtlinien und Sicherheitsmaßnahmen nannten 36 Prozent der Befragten und eine zu geringe Transparenz (34 Prozent) als Hautprobleme nach der Migration auf hybride Infrastrukturen.

Bitdefender Studie
Abbildung 1: Die Speicherung und Übertragung der Daten macht IT-Verantwortlichen bei hybriden Infrastrukturen Sorgen. Bei den allgemeinen Sicherheitsbedrohungen sehen sich viele gegenüber Phishing schlecht vorbereitet.

„Da die Applikationen mittlerweile unternehmenskritisch und Desktop-Server in formale Rechenzentren umgezogen sind, ist die Anzahl der physischen Server in einem Rechenzentrum exponentiell gewachsen und die Verwaltung dieser Umgebung komplex und teuer“, erläutert Viorel Canja, Leiter Antimalware und Antispam Labs bei Bitdefender. „Heutzutage wandeln sich Rechenzentren von isolierten Systemen hin zu verknüpften Pools mit virtualisierten Ressourcen, die von mehreren Standorten gemeinsam genutzt werden. Ein komplett virtualisiertes Rechenzentrum ist längst keine Zukunftsvision mehr, sondern Wirklichkeit geworden. Doch während die Vorteile der Virtualisierung von Anwendungen, Desktops, Hardware oder Netzwerken selbstverständlich sind, ist die Sicherheit bislang an diesem neuen Paradigma gescheitert."

Abseits des Aspektes der hybriden Infrastruktur fürchten viele IT-Entscheidungsträger, dass ihr Budget nicht ausreicht, um alle Cyberbedrohungen zu bekämpfen. So nannten 44 Prozent der Befragten, dass sie beispielsweise auf Phishing nicht wirklich vorbereitet sind. Dies dürfte insbesondere im Hinblick auf Ransomware, die meist per E-Mail in Unternehmen gelangt, bedenklich sein. Aber auch gegenüber physischen Sicherheitsvorfällen (42 Prozent) oder externen Angriffen (41 Prozent) fühlt man sich offensichtlich nicht gut genug gewappnet.

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