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DDoS-Angriffe: Die Bedrohungslage verschärft sich

DDoS-Angriffe mit Hilfe von IoT-Botnetzen unterscheiden sich in Sachen Größe und Umfang von den bisher dagewesenen Attacken.

Akamai hat seinen Q3 State of the Internet Security Report vorgelegt. Hier fasst der Anbieter von Content-Delivery-Network-(CDN)-Services Ergebnisse zusammen, die auf der Akamai Intelligent Platform beobachtet wurden. Daraus resultierend soll sich die weltweite Bedrohungslandschaft in Sachen Internet einschätzen lassen. Nach den Meldungen der letzten Wochen wenig überraschend: Die Zahl der großen DDoS-Angriffe ist weiter gestiegen. So haben im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresquartal 2015 die DDoS-Angriffe im dritten Quartal 2016 um 71 Prozent zugenommen. Noch etwas beunruhigender ist die Nachricht, dass die zwei größten DDoS-Attacken in diesem Quartal, beide nutzen das Mirai-Botnet, die größten waren, die Akamai bisher beobachtet hat. Diese Angriffe erreichten 623 Gbit/s und 555 Gbit/s. Insgesamt kam es im dritten Quartal zu 19 so genannten Mega-Angriffen mit mehr als 100 Gbit/s. Die Zahl der großen Angriffe habe somit im Vergleich zum Vorjahr um 138 Prozent zugenommen.

"Alle paar Jahre kommt es in der Branche zu Angriffen, die als Vorboten betrachtet werden können. Die Größe und der Umfang dieser Angriffe unterscheiden sich radikal von allem zuvor Dagewesenen. Ich bin überzeugt, dass wir mit dem Mirai-Botnet dem neuesten Vorboten der Branche begegnet sind", erklärt Martin McKeay, Senior Security Advocate und Senior Editor des State of the Internet Security Report. "Mit dem Mirai-Botnet wird eine der größten Befürchtungen der Branche Realität, nämlich dass das Internet der Dinge und andere mit dem Internet verbundenen Geräte für Angriffe auf Webanwendungen und DDoS-Angriffe missbraucht werden können. Dies zeigt, dass Gerätehersteller in Zukunft einen größeren Wert auf Sicherheit legen müssen."

Akamia - Q3 State of the Internet Security Report
Abbildung 1: Das dritte Quartal 2016 zeigte eine Zunahme großer DDoS-Attacken inklusive einem Angriff mit der bisher größten von Akamai festgestellten Bandbreite.

Die Anzahl der Angriffe auf Webanwendungen ging im Vergleich zum dritten Quartal 2015 um 18 Prozent zurück. Und 20 Prozent aller Angriffe auf Webanwendungen stammten im dritten Quartal 2016 aus den USA.

Laut Akamai sind UDP-Fragmente und DNS-Reflection-Angriffe die gängigsten Angriffsvektoren. Sie würden inzwischen 44 Prozent aller Angriffsvektoren ausmachen. Angriffe auf Anwendungsebene haben unter allen DDoS-Angriffen nur einen Anteil von 1,66 Prozent. Nach Ansicht von Akamai, liegt dies daran, dass hierfür hohes technisches Fachwissen erforderlich sei. Angriffe auf Infrastrukturebene ließen sich viel leichter realisieren.

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