Ahileos - Fotolia

TÜViT kann eIDAS-Zertifikate ausstellen

Die TÜViT ist als offizielle Konformitätsbewertungsstelle nach der kürzlich in Kraft getretenen eIDAS-Verordnung akkreditiert.

Am 01.07.2016 ist in den EU-Mitgliedsstaaten die eIDAS-Verordnung in Kraft getreten. Mit dieser Verordnung soll die Grundlage dafür geschaffen werden, dass elektronische Identifizierungsmittel und Signaturen EU-weit anerkannt werden (siehe auch eIDAS: Die Folgen und Chancen der EU-Verordnung für Unternehmen).

Die TÜV Informationstechnik GmbH, oder kurz TÜViT, hat nun bekannt gegeben, das sie als offizielle Konformitätsbewertungsstelle nach eIDAS (EU-Verordnung 910/2014) akkreditiert ist. Die Akkreditierung erfolgt durch die Deutsche Akkreditierungsstelle (DAkkS) und umfasst laut TÜViT neben eIDAS auch die Zertifizierung nach den zugehörigen ETSI-Standards (European Telecommunications Standards Institute). Damit kann TÜViT beim Inkrafttreten der Normen eIDAS-Zertifikate vergeben. Die Zulassung der TÜViT durch DAkkS ist zunächst für zwei Jahre gültig.

Man würde schon jetzt ein großes Interesse an Konformitätsbewertungen nach eIDAS verzeichnen. „Wir arbeiten bereits mit zahlreichen Unternehmen und Organisationen zusammen, sodass wir schon Anfang Juli rund zehn Zertifikate ausstellen werden. Vor allem Unternehmen und Behörden mit umfangreichem internationalen Dokumentenverkehr profitieren von den standardisierten und grenzübergreifenden Normen sowie den neuen Diensten“, sagt Clemens Wanko, Leiter des Zertifizierungsfachbereichs eID (Elektronische Identifizierung) und Vertrauensdienste bei TÜViT.

Dabei umfasst die Akkreditierung folgende Punkte:

  • Erstellung, Überprüfung und Validierung von elektronischen Signaturen, elektronischen Siegeln oder elektronischen Zeitstempeln und Diensten für die Zustellung elektronischer Einschreiben sowie von diese Dienste betreffenden Zertifikaten.
  • Erstellung, Überprüfung und Validierung von Zertifikaten für die Website-Authentifizierung.
  • Bewahrung von diese Dienste betreffenden elektronischen Signaturen, Siegeln oder Zertifikaten.

Durch die eIDAS-Verordnung soll unter anderem die Nutzung elektronischer Signaturen vereinfacht werden. So sind künftig „Fernsignaturen“ möglich, dabei können die Signaturdateien, will heißen Schlüssel, auf den sicheren Servern des Dienstleisters liegen. Mit solchen Fernsignaturen würde die Nutzung rechtssicherer Cloud-Dienste deutlich flexibler. Die Nutzer könnten so die Signatur etwa auch von einem mobilen Endgerät, sprich Smartphone oder Tablet, aus auslösen. Auf eine SmartCard, einen USB-Token oder ein entsprechendes Lesegerät könnte dann verzichtet werden.

eIDAS-Verordnung
Abbildung 1: Die eIDAS-Verordnung soll die Grundlage dafür schaffen, dass elektronische Identifzierungsmittel und Signaturen EU-weit anerkannt werden.

Zur eIDAS-Verordnung gehört auch das elektronische Siegel. Diese lassen sich von juristischen Personen vergeben. Unternehmen können entsprechende Siegel beantragen und deren Nutzung innerhalb der Firma an berechtigte Personen freigeben. Dieses Siegel soll als Nachweis für den Ursprung und die Unversehrtheit des Dokumentes fungieren.

Folgen Sie SearchSecurity.de auch auf Twitter, Google+, Xing und Facebook!

Pro+

Premium-Inhalte

Weitere Pro+ Premium-Inhalte und andere Mitglieder-Angebote, finden Sie hier.

Erfahren Sie mehr über Identity-Management: Technologie und Strategie

Diskussion starten

Schicken Sie mir eine Nachricht bei Kommentaren anderer Mitglieder.

Mit dem Absenden dieser Daten erklären Sie sich bereit, E-Mails von TechTarget und seinen Partnern zu erhalten. Wenn Ihr Wohnsitz außerhalb der Vereinigten Staaten ist, geben Sie uns hiermit Ihre Erlaubnis, Ihre persönlichen Daten zu übertragen und in den Vereinigten Staaten zu verarbeiten. Datenschutz

Bitte erstellen Sie einen Usernamen, um einen Kommentar abzugeben.

- GOOGLE-ANZEIGEN

SearchStorage.de

SearchNetworking.de

SearchEnterpriseSoftware.de

SearchDataCenter.de

Close