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DDoS-Angriffe haben im ersten Quartal 2016 zugenommen

Kaspersky Labs hat im ersten Quartal 2016 vermehrte DDoS-Angriffe registriert, so ist Deutschland wieder unter den Top Ten der angegriffenen Länder.

Kaspersky Labs hat seinen DDoS Intelligence Report für das erste Quartal 2016 vorgelegt. Demnach waren weltweit IT-Ressourcen aus 74 Ländern von DDoS-Attacken betroffen. Am meisten sind Web-Ressourcen in China, Südkorea und den USA entsprechenden Angriffen ausgesetzt. Und zwar entfallen auf diese drei Nationen über 80 Prozent aller registrierten Botnetz-DDoS-Angriffe. Anders als in den beiden letzten Quartalen des Jahres 2015 befindet sich diesmal aber auch Deutschland wieder unter den zehn meistangegriffenen Ländern. Insgesamt entfallen 93,6 Prozent der Botnetz-basierten Attacken auf diese zehn Länder.

Geht es um die Steuerungsserver der Botnetze liegt Südkorea unangefochten auf dem ersten Rang mit einem Wert von 67,6 Prozent. Danach folgt China mit 8,3 Prozent, das damit die USA auf den dritten Platz (6,8 Prozent) verdrängt hat. Erstmal seit Kaspersky Labs diese Statistik vorlegt ist nun mit Frankreich auch ein europäisches Land in diesem Rating vertreten.

Kaspersky Labs DDoS Intelligence Report
Abbildung 1: Die meisten DDoS-Angriffe finden auf Ziele in China, Südkorea und in den USA statt. Deutschland ist auch wieder unter den Top Ten vertreten.

In den Werten dieses DDoS Intelligence Report werden diejenigen Botnetze berücksichtigt, die Kaspersky Labs entdeckt und analysiert hat. Da bei DDoS-Attacken auch andere Werkzeuge zum Einsatz kommen können, erfasst dieser Report naturgemäß nicht alle derartigen Angriffe.

 Die längste DDoS-Attacke dauerte 197 Stunden

 Der längste diesmal registrierte DDoS-Angriff dauerte 197 Stunden (8,2 Tage). Zum Vergleich der höchste Wert im vorangegangenen Quartal betrug 13,9 Tage. Allerdings bleibt die Verteilung hinsichtlich der Dauer im aktuellen Report weitgehend unverändert. So entfallen rund 70 Prozent der Attacken auf kurze Aktionen von vier Stunden und weniger. Wann wird denn so attackiert? Wie im vorangegangen Quartal auch entfallen die meisten Angriffe (16,5 Prozent)  auf den Montag. Auf dem zweiten Platz folgt der Donnerstag mit 16,2 Prozent.

Bei der Art der verwendeten DDoS-Methode hat sich nur wenig verändert, besonders populär ist nach wie vor SYN-DDoS. Mit einem Anteil von 54,9 Prozent wird diese Methode am häufigsten verwendet. Zugenommen hat der Anteil von ICMP-DDoS während die Methode UDP-DDoS seit einem Jahr stetig weniger Verwendung findet. Kaspersky Labs geht davon aus, das diese Angriffsart zunehmend nicht mehr genutzt wird.

 

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