Mobile-Security-Trends 2015: mehr Malware und Datenschutzbedenken

Der Mobile-Security-Spezialist Lookout prognostiziert für 2015, dass Datenschutzbedenken, Malware-Attacken und Angriffe auf iOS-Geräte zunehmen.

Im kommenden Jahr wird es ein Umdenken beim Thema Sicherheit und der zugehörigen Technologie geben, da vor allem der Bereich Mobility alle Bereiche des Alltags durchdringt. Das jedenfalls prognostizieren Kevin Mahaffey, Mitbegründer und Chief Technology Officer, und John Hering, Mitbegründer und Executive Chairman, beim Mobile-Security-Anbieter Lookout. Die Trends im Einzelnen:

Vorab installierte Malware nimmt zu

Aufgrund der anhaltenden Schwemme günstiger Android-Handys auf den Weltmärkten werden Angreifer verstärkt die Lieferketten anvisieren, um Malware auf Geräten vorab zu installieren. Im vergangenen Jahr konnte Lookout zwei derartige Malware-Familien identifizieren: DeathRing und Mouabad. Die Malware ist dabei Teil der Systempartition eines Geräts, die Nutzer nicht löschen können. Das ist besonders für Unternehmen besorgniserregend, da Mitarbeiter eigene bereits gehackte Geräte an den Arbeitsplatz mitbringen.

Mehr iOS-Angriffe

Gleichzeitig sind kriminelle Angriffe auf iOS-Geräte häufiger geworden. So überwacht die im November 2014 entdeckte Malware WireLurker alle iOS-Geräte, die über USB an einen infizierten Mac OS X–Rechner angeschlossen sind. Sie installiert schädliche Dritt-Anwendungen auf dem Gerät, selbst wenn es nicht gehackt wurde. Mit zunehmender Verbreitung von iOS werden sich immer mehr Angreifer auf Durchschnittsnutzer des Betriebssystems fokussieren.

Verwundbare Apps problematischer als Betriebssysteme

Seit Januar 2014 gehen Menschen erstmals häufiger über mobile Apps online als über Internetbrowser auf PCs. Dadurch wächst die Angriffsoberfläche. Weil Entwickler immer schneller Apps produzieren, lassen sie Sicherheits- und Datenschutzaspekte oft außer Acht. Bei einer kürzlich entdeckten Android-Sicherheitslücke (nicht sicherer Gebrauch von addJavascriptInterface), zählte Lookout über 90 000 verwundbare Apps. Patch-Zyklen bei Betriebssystemen bleiben zwar weiterhin ein Problem, die Zahlen sind, an den unendlich vielen mobilen Apps gemessen, jedoch relativ überschaubar.

Proaktive statt reaktive Schutzmaßnahmen

„Early-Adopter”-Sicherheitsverantwortliche haben damit begonnen, Angriffe auf ihre internen Netzwerke mit Hilfe größerer Datensätze und maschineller Intelligenz vorherzusagen. In den kommenden zwei Jahren werden proaktive Schutzmaßnahmen auch im Mobil- und Cloud-Bereich angewendet.

Datenschutz in Verantwortung der Unternehmen

Private Smartphones werden zur Arbeit mitgebracht (BYOD), Firmengeräte privat genutzt. Dadurch stehen Unternehmen vor immer schwierigeren Herausforderungen beim Mobile Device Management (MDM), wenn sie die Privatsphäre des Einzelnen respektieren und gleichzeitig ihr Unternehmen vor Angreifern schützen wollen. Multinationale Unternehmen haben es besonders schwer, da in jedem Land eigene Regelungen gelten und die Erwartungen im Hinblick auf Datenschutz sich unterscheiden.

Internet der Dinge wird keine große Rolle für Cyberkriminelle spielen

Das Internet der Dinge hat noch nicht die kritische Masse erreicht, um ins Visier der Cyberkriminellen zu geraten – auch nicht in den nächsten drei bis fünf Jahren. Bislang konzentrieren sich Cyberkriminelle vor allem auf das, was das meiste Geld einbringt: PCs und Mobilgeräte.

Über den Autor:

Uwe Küll ist freier Journalist in München.

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