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Monitoring: Großvolumige DDoS-Angriffe steigen 2013 um 350 Prozent

Steve Furthmüller

Laut Arbor Networks sind Distributed Denial-of-Service (DDos)-Angriffe weiterhin eine der weltweit größten Gefahren für Netzwerke, besonders im Bereich von großvolumigen Attacken. Das Unternehmen bezieht sich dabei auf Zahlen der ersten drei Quartale 2013, die aus Arbor ATLAS (Arbor Threat Level Analysis System) stammen.

Das weltweite Monitoring-System ATLAS wertet stündlich die anonym übermittelten Traffic- und Angriffsdaten an das Arbor Sicherheits-Forscherteam ASERT (Security Engineering & Response Team) aus. Die Informationen stammen von über 275 Serviceprovidern und Unternehmensnetzwerken weltweit.

Das Monitoring-Ergebnis zeigt, dass großvolumige DDoS-Angriffe zunehmen. So erreichten 54 Prozent aller Attacken in 2013 die Größenordnung von mehr als ein Gigabit pro Sekunde (Gbps). Zum Vergleich: In 2012 war es nur ein Drittel. 

37 Prozent aller Angriffe bewegten sich im Bereich von zwei bis zehn Gbps - im Vorjahr waren es mit 15 Prozent weniger als die Hälfte. Auch die Angriffe mit über 10 Gbps stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 44 Prozent und machen in 2013 vier Prozent aller DDoS-Angriffe aus.

Am stärksten seien jedoch die Angriffe mit einer Bandbreite von über 20 Gbps angestiegen. Hier sollen es 350 Prozent mehr gegenüber dem Vorjahr sein.

Nach Arbor Networks wurde die mit 191 Gbps größte beobachtete und bestätigte DDoS-Attacke durchgeführt. Der durchschnittliche Angriff liegt mit bis dato 2,64 Gbps um 78 Prozent höher als in 2012. 87 Prozent der Angriffe dauerten weniger als einer Stunde.

Darren Anstee, Solutions Architect bei Arbor Networks, gibt an, dass das Monitoring-System im zweiten Quartal 2013 einen Spitzen-Traffic des Internetprotokolls IPv4 von 47 Terabit pro Sekunde (Tbps) beobachtete und ergänzt: „im dritten Quartal stieg diese Zahl bereits um 46 Prozent auf 69 Tbps an.“


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