Malware: Trojaner verursachen die meisten Infektionen

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Malware: Trojaner verursachen die meisten Infektionen

Steve Furthmüller

Die Entwicklung von Malware hat ein Rekordniveau erreicht, und Trojaner sind für die meisten Infektionen verantwortlich. Dies geht aus dem Quartalsbericht für das 2. Quartal 2013 der Sicherheitslabore von Panda Security hervor.

Trojaner führen nach PandaLabs weiterhin die Liste der Bedrohungen an. 77,2 Prozent sollen für die gesamte neu entwickelte Malware und für 79,7 Prozent der Infektionen verantwortlich sein. Des Weiteren geht aus dem Quartalsbericht hervor, dass die Zahl der Malware-Exemplare steigt. So betruge im zweiten Quartal 2013 der Anstieg 12 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum im vergangen Jahr. Vergleicht man das Gesamtergebnis vom ersten sowie zweiten Quartal 2013 mit dem von 2012, stellt man einen Zuwachs von 17 Prozent fest.

Im Umlauf-befindliche Malware-Bedrohungen laut Quartalsbericht 2. Quartal 2013 von Panda Security

Nach den Trojanern liegen Würmer mit 11,28 Prozent auf dem zweiten Platz, gefolgt von Viren mit 10,29 Prozent. Weltweit sollen darüber hinaus die Zahlen für neu geschaffene Malware-Exemplare ähnlich sein. So kann der Anteil an Trojanern hier mit 79,7 Prozent, an Viren mit 6,71 Prozent und an Würmer mit 6,06 Prozent angegeben werden. Die globale Infektionsquote betrug laut Panda Security 32,77 Prozent im zweiten Quartal 2013. Das entspricht einer Steigerung von 1,64 Prozent gegenüber dem ersten Quartal 2013. Hier waren es nur 31,13 Prozent.

In den Top-Ten der Länder mit den wenigsten Infektionen befinden sich überwiegend europäische Staaten. Die Liste wird angeführt von Schweden (21,03 Prozent), Norwegen (21,14 Prozent) und Deutschland (24,18 Prozent). Auf dem vierten Platz landet Japan mit 24,21 Prozent als einziger nicht-europäischer Staat. Die meisten Infektionen gibt es nach PandaLabs in China (52,36 Prozent), in der Türkei (43,59 Prozent) und in Peru (42,14 Prozent).

Malware wird gerne zu aktuellen Ereignissen wie dem Terroranschlag auf den Boston-Marathon und an bedeutsamen Feiertagen wie dem 1. Mai verbreitet. Nach Luis Corrons, Technischer Direktor von PandaLabs, „nehmen die Kriminellen ständig Veränderungen an den Trojanern vor, um deren Entdeckungen zu verhindern und in vielen Fällen automatisieren sie diese Veränderungen.“ Hierfür sollen die Cyberkriminellen Skripte und spezielle Tools verwenden, um Binärdateien zu verändern, die auf den Rechnern der Opfer laufen – um das Schadprogramm vor der Signatur-basierten Erkennung von Antivirensoftware zu verstecken.


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