Datenschutz-Studie: Anwender sorgen sich um Privatsphäre, tun aber wenig dafür

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Datenschutz-Studie: Anwender sorgen sich um Privatsphäre, tun aber wenig dafür

Steve Furthmüller

Das Marktforschungsinstitut Qualtrics führte im Auftrag vom IT-Sicherheitslösungsanbieter AVG eine Consumer-Trust-Studie zum Thema: „Was kostet die Privatsphäre?“ durch. Im August 2013 befragten die Spezialisten online 4.927 Endverbraucher aus Australien, Brasilien, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Kanada, Tschechien und den USA zu Nutzungsverhalten, Privatsphäre und Vertrauen.

Die Marktforscher kamen zum Ergebnis, dass die jüngsten Schlagzeilen über die Datenspionage der NSA mit Überwachungsprogramm PRISM weltweit die Einstellung von Verbrauchern zu ihrem Umgang mit persönlichen Daten beeinflussen. Laut Studie glauben 72 Prozent der Befragten, dass neue Technologien ihren Alltag positiv beeinflussen. 69 Prozent haben in Sachen Datenschutz jedoch Angst vor den neuen technischen Möglichkeiten, da sie große Einschnitte in die Privatsphäre befürchten.

Der Umgang mit persönlichen Daten

Dem Datenschutz von Unternehmen beim Umgang mit persönlichen Daten misstrauen 46 Prozent und sorgen sich um die Sicherheit der Informationen. 88 Prozent der Anwender reagieren zurückhaltend bei der Angabe von persönlichen Daten, um Services und Dienstleistungen zu erhalten. 38 Prozent der Befragten geben ihre Daten preis, da dies Voraussetzung sei. Den Zugriff auf die Kontaktlisten ihrer Geräte gestatten 27 Prozent der Verbraucher und 29 Prozent tun dies in Bezug ihrer E-Mail-Kontakte. Bei 36 Prozent dürfen Apps auf unterschiedlicheSocial-Media-Seiten zugreifen. Ebenso viele Endverbraucher gehen sensibel mit ihren persönlichen Daten um, indem sie die Menge der Information einschränken. 79 Prozent gaben an, dass sie einen Programm- oder App-Download abgebrochen haben, da sie keine sensiblen Daten weitergeben wollten. Die Experten schließen daraus, dass ein starkes Unbehagen bei den Anwendern vorliegt, was die Menge an persönlichen Daten betrifft, die im Internet abgefragt werden.

Nur ein Drittel verwendet Privatsphären-Einstellungen

Laut Studie kennen 86 Prozent der Teilnehmer die Privatsphären-Einstellungen auf Social-Media-Seiten sowie auf ihren technischen Geräten. Allerdings verstehen nur etwa ein Drittel die verfügbaren technischen Möglichkeiten und nutzen sie. Der weltweite Durchschnitt liegt laut den Marktforschern bei 31 Prozent, dagegen nutzen37 Prozent der Deutschen aktiv die Möglichkeit, ihre persönlichen Daten zu schützen. Damit sind sie beim persönlichen Datenschutz Spitzenreiter im weltweiten Vergleich.


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