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Datenschutz: Deutsche Internetnutzer misstrauen Wirtschaft und Staat

Michael Eckert

Die Ausspähaktionen von US- und britischen Geheimdiensten Prism und Tempora haben offenbar das Vertrauen der deutschen Internetnutzer in Wirtschaft, Staat und Behörden einbrechen lassen. Das glaubt der Branchenverband BITKOM nach dem Ergebnis einer repräsentativen

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Umfrage, die in der vergangenen Woche (KW29, 2013) durchgeführt wurde.

Demnach vertrauen 58 Prozent der Internetnutzer staatlichen Stellen beim Datenschutz wenig oder überhaupt nicht, wenn es um den Umgang mit persönlichen Daten im Netz geht. Nur rund ein Drittel (34 Prozent) gibt an, staatlichen Behörden sehr starkes oder starkes Vertrauen entgegenzubringen. Vor zwei Jahren hatte noch 52 Prozent der Internetnutzer sehr starkes oder starkes Vertrauen in staatliche Stellen, 40 Prozent sprachen von weniger starkem oder überhaupt keinem Vertrauen. Der Anteil derjenigen, die staatlichen Stellen überhaupt nicht vertrauen, ist von 11 Prozent auf 20 Prozent gestiegen.

30 Prozent der deutschen Internetnutzer trauen der Wirtschaft beim Datenschutz überhaupt nicht mehr.

Das Vertrauen in den Umgang der Wirtschaft mit dem Datenschutz hat ebenfalls gelitten. Hier sind es sogar mit 30 Prozent jetzt 6 Prozent mehr als 2012, die überhaupt nicht mehr an den Datenschutz glauben. Weniger starkes Vertrauen haben 25 Prozent. 34 Prozent haben aktuell noch starkes oder sehr starkes Vertrauen gegenüber der Wirtschaft, was ihre persönlichen Daten betrifft. Vor zwei Jahren waren es 41 Prozent.

Insgesamt geben zwei Drittel der Befragten (66 Prozent) an, dass ihre Daten im Netz völlig unsicher oder eher unsicher sind. Nur 29 Prozent glauben, dass ihre Daten im Internet sehr sicher oder sicher wären. Vor zwei Jahren hatten 55 Prozent der Internetnutzer Sorgen um den Datenschutz. Gleichzeitig waren 42 Prozent davon ausgegangen, ihre Daten seien sehr sicher oder sicher.

Die Studie wurde im Auftrag des BITKOM durch das Meinungsforschungsinstitut ARIS durchgeführt. 1.014 Internetnutzer ab 14 Jahren nahmen teil. Die Umfrage ist laut BITKOM repräsentativ.


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