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Drei bedeutsame Veränderungen in der Security-Landschaft

Sicherheit ist zu einem Thema für das gesamte Unternehmen und dessen Geschäftserfolg geworden. Die Risiken in den Griff zu bekommen, hat Priorität.

Die letzten Jahre brachten dramatische Veränderungen in der Art und Weise, wie Unternehmen Technologie zur Durchsetzung ihrer Ziele nutzen. Weiter hatten die Digitalisierung von Workflows und der Wandel bei IT-Systemen erheblichen Einfluss auf die Gestaltung von Geschäftsmodellen.

Beides stellt nie dagewesene Anforderungen an die IT-Infrastruktur. Explosives Wachstum bei mobilen Endgeräten, der Wechsel in die Cloud, das Internet of Things (IoT) und Software-defined Networks (SDN) haben in der gesamten Geschäftswelt den Weg für ein gesteigertes Kundenerlebnis und optimierten Zugang zu Informationen geebnet.

Dadurch ist allerdings auch das Cyberschlachtfeld größer geworden, die Anforderungen an das Thema Sicherheit haben sich geändert und sind schwieriger geworden. Es sind neue potenzielle Angriffsziele entstanden, Firmen und Behörden sind dadurch anfälliger denn je. Sicherheitsbedenken betreffen heute jeden einzelnen Unternehmensbereich. Dabei ist ein Fachkräftemangel zutage getreten, zum Teil in Abteilungen, die es vor Jahren noch nicht einmal gab.

Nimmt man die wachsende Liste regulatorischer und die Compliance betreffender Bestimmungen mit ihren komplexen Anforderungen hinzu, wird der zunehmende Sicherheitsdruck des digitalen Zeitalters auf die Unternehmen nur allzu deutlich.

„Angst, Unsicherheit und Zweifel“ prägen seit jeher das Thema IT-Sicherheit. Dies bezieht sich aktuell nicht nur auf technische Risiken, sondern auch auf den Ruf eines Unternehmens. Das Thema Sicherheit beschäftigt heute die Vorstandsetagen und liegt in der Verantwortung eines jeden Mitarbeiters und Zulieferers.

Firmen und Behörden ist klar geworden, dass ein Datendiebstahl, eine Kompromittierung oder ein Angriff erhebliche Konsequenzen für die geschäftliche Leistungsfähigkeit, die Markenwahrnehmung und – was noch wichtiger ist – die finanziellen Eckdaten nach sich zieht. Sicherheit ist zu einem Thema für das gesamte Unternehmen geworden; die Risiken in den Griff zu bekommen, hat oberste Priorität. Die IT-Sicherheit hat sich deutlich weiterentwickelt; insbesondere drei Veränderungen fallen ins Auge.

Sicherheit betrifft alle

Sicherheit ist nicht länger nur ein Thema für IT-Spezis im Hintergrund, sie betrifft jeden und die Sicht darauf hat sich deutlich gewandelt. IT-Sicherheit ist eng mit betrieblichen Abläufen in allen betroffenen Abteilungen verknüpft – lokal ebenso wie regional und global. Das Thema Sicherheit löst die Starre der Silos, in denen Unternehmen häufig operieren, es steigert die Interaktion zwischen Abteilungen. Auf diesem Weg werden schutzbedürftige Assets erkennbar und die Auswirkungen möglicher Angriffe werden gemildert.

Dabei geht die Reichweite über die Grenzen des Kerngeschäfts hinaus bis dorthin, wo Daten (die in der Cloud oder auf mobilen Endgeräten gespeichert sind oder vom IoT generiert werden) sich im Übergang befinden und damit zu einem möglichen beweglichen Ziel für einen Cyberangriff werden. Die Nutzung des digitalen Wandels wirkt sich auch auf den Umgang mit dem Thema Sicherheit aus – es wird mit geschäftlichen Zielen verknüpft. Dadurch werden disruptive Geschäftsmodelle wie mobiles Banking möglich, der Fokus auf Cyberbedrohungen wird verstärkt.

Sicherheit ist integraler Bestandteil von Innovation

IT-Sicherheit ist nicht länger ein Hindernis für Veränderung oder Einführung neuer Prozesse und innovativer Technologien. Sicherheit steht an vorderster Stelle und ist Zentrum der neuen digitalen Welt.

Sie beschleunigt die „Servicegeschwindigkeit“, sie ist eingebettet in Software-defined Networks (SDN), sie ermöglicht breiteren, nahtlosen und sicheren Zugang zu Daten im Internet of Things (IoT). Die Aufzählung ließe sich beliebig fortsetzen. Sicherheit ist zur Grundvoraussetzung geworden und wird von Anfang an in neue Technologien und Endgeräte integriert.

Sicherheit muss reaktionsschnell, agil und intelligent sein

Schnelligkeit und Agilität sind nicht das Einzige, was IT-Sicherheit bieten sollte. Sie muss smarter und effektiver sein, auch angesichts knapper Budgets. Das Managen von Sicherheit in der digitalen Welt muss standardmäßig das Sammeln, Synthetisieren und Analysieren von Sicherheitsdaten beinhalten. Es geht nicht mehr nur um Daten, sondern darum, was diese Daten uns sagen können.

„Das Managen von Sicherheit in der digitalen Welt muss standardmäßig das Sammeln, Synthetisieren und Analysieren von Sicherheitsdaten beinhalten.“

John Loveland, Verizon

Provider, die aus Sicht eines globalen Netzwerks Erkenntnisse und Informationsbeschaffung sinnvoll nutzen können, werden bei der nächsten Generation von Security-Services ganz vorne dabei sein, denn sie machen Cyberbedrohungen besser sichtbar und schwächen Risiken ab. Dies wird den Markt der Beschaffer von Sicherheitsdaten aufteilen in diejenigen, die einfach nur Daten sammeln, und solche, die über genügend Voraussicht und Expertise verfügen, um daraus aufschlussreiche Einblicke abzuleiten.

Was hält die Zukunft bereit?

Wir können nicht in die Zukunft blicken, klar ist nur, dass Innovation und Digitalisierung weitergehen werden. Die Entwicklung wird exponentiell zunehmen und für den geschäftlichen Erfolg von entscheidender Bedeutung sein. Unternehmen, die jetzt und in Zukunft tonangebend sein wollen, sind gezwungen, sich neue Technologien anzueignen und neue Strategien zu formulieren, mit denen sie die Kundenerwartungen erfüllen (oder übertreffen). Und sie müssen proaktiv an das Thema Sicherheit herangehen.

Über den Autor:
John Loveland ist Global Head of Cyber Security bei Verizon. Loveland leitet globale Teams bei der Bereitstellung von Cybersicherheit, Datenschutz, Compliance, e-Discovery sowie Content-Management-Lösungen für Unternehmenskunden.

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Artikel wurde zuletzt im August 2017 aktualisiert

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