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Notfall-Management mit Business Continuity und Disaster Recovery

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Checkliste: Überlegungen zu Disaster-Recovery für Data Center

Die Planung eines Disaster-Recovery ist komplex. Diese Liste soll Sie dabei unterstützen. Unter anderem sind Performance und Standort wichtige Punkte.

Ich möchte ein bisschen aus dem Nähkästchen plaudern und meine Erfahrung als IT-Leiter und auch Consultant teilen. Ich habe Unternehmen in verschiedenen Stufen gesehen, die gerade an ihren Disaster-Recovery-Plänen gearbeitet haben. Dazu gehören Definition, Implementierung und Verbesserung. Policies im Bezug auf Disaster-Recovery sind eine komplexe Angelegenheit. Das gilt im Besonderen für größere Firmen. Es gibt jede Menge Bereiche, auf die man Rücksicht nehmen muss. Standards und Prozeduren müssen definiert werden und Mitarbeiter-Organisation fällt an. Technologie müssen Sie koordinieren und Identifikation sowie Priorisierung von Applikations-Abhängigkeiten ist notwendig. Fügen Sie dieser Mixtur noch das Unvorhergesehene wie ein Desaster hinzu, dann wird die ganze Geschichte schon sehr verstrickt.

  • Kommunizieren Sie die Notwendigkeit einer vernünftigen Disaster-Recovery-Strategie

Entscheidend ist, dass man sich auf einige grundlegende Annahmen einigt. Somit schafft man Sicherheiten für Intern und Extern (denken Sie an Interessengruppen und Aktionäre). Weiterhin sollten Sie die Wichtigkeit der vielen Facetten von Disaster-Recovery entsprechend kommunizieren. Machen Sie das nicht, könnte das in Zukunft zu Problemen führen.

Ich habe in vielen Präsentationen darüber gesprochen, was hinsichtlich Disaster-Recovery erwartet wird. Allerdings sind diese Erwartungen in Bezug auf Wiederherstellung oftmals mit den Möglichkeiten der IT-Abteilungen nicht machbar. Deswegen ist es umso wichtiger, dies entsprechend zu kommunizieren. Sonst werden die Helden eines früheren Disaster-Recovery schnell zu den Sündenböcken.

Der Schlüssel ist natürlich, die Wiederherstellung in Klassen hinsichtlich RTO (Recovery Time Objective) und RPO (Recovery Point Objective) einzuteilen. Allerdings gehört zur Planung von Disaster-Recovery noch mehr. Sie müssen die grundsätzlichen Überlegungen einschätzen, gewichten und auch einfließen lassen. Nachfolgend finden Sie einige konkrete Elemente, die Sie explizit in effiziente Disaster-Recovery-Designs und -Pläne aufnehmen müssen.

1. Überlegungen zu den Angestellten

  • Wird es genug verfügbare IT-Mitarbeiter geben, die den Disaster-Recovery-Plan (DRP) auch ausführen können?
  • Wie kommen die Mitarbeiter zu einem alternativen Disaster-Recovery-Standort?
  • Gibt es dort Unterkünfte, falls diese nötig sind?
  • Sollte ein Disaster-Recovery-Szenario eintreffen, müssen Sie in Bezug auf Ihre Mitarbeiter bedenken, dass diese sicherlich lieber bei ihren Familien bleiben, als bei einem Data-Center-Recovery teilzunehmen.

2. Benötigte Infrastruktur

  • Welche Infrastruktur hinsichtlich Kommunikation und Transport brauchen Sie, um den ausgearbeiteten Plan optimal zu unterstützen?
  • Was passiert, wenn Flüge gestrichen werden, mobile Telefone nicht funktionieren oder die Straße blockiert ist?

3. Standort-Problematik

  • Je nachdem, wie weit der Disaster-Recovery-Standort entfernt ist: Welche Kategorien des Desasters werden adressiert und welche nicht?
  • Wenn Sie den Best Practices zu diesem Thema folgen, sollte der alternative Standort weit genug entfernt sein, um nicht von derselben Katastrophe betroffen zu sein. Trifft das auf Ihr Ausweich-Data-Center zu?

4. Deklaration eines Desasters

  • Wie definieren Sie ein Desaster und wer kann es als solches ausrufen?
  • Zu welchem Zeitpunkt fängt die „RTO-Uhr“ zu ticken an?

5. Betrieb des Disaster-Recovery-Standorts

  • Wie lange muss der alternative Standort im Betrieb bleiben?
  • Was brauchen Sie, um dies zu realisieren?
  • Die beiden Punkte werden noch wichtiger, wenn Sie einen Drittanbieter verwenden. Was genau steht in Ihren Verträgen?

6. Erwartungen hinsichtlich Performance

  • Werden Applikationen im Falle eines Disaster-Recovery-Szenarios mit voller Geschwindigkeit laufen?
  • Welche Einbußen in Bezug auf die Performance sind tragbar und für wie lange?

7. Sicherheitsbedenken

  • Sind die Anforderungen an die Sicherheit bei einem Desaster-Szenario identisch zum Normalbetrieb?
  • In einigen Fällen werden Sie sogar noch mehr Sicherheit als bei der Original-Konstellation brauchen.

8. Datenschutz

  • Welche Räumlichkeiten stehen für Backups und andere Datenschutz-Mechanismen am Disaster-Recovery-Standort zur Verfügung?
  • Nach dem ersten Tag am alternativen Standort müssen Sie mit der Datensicherung beginnen.

9. Schutz des Standorts

  • Gibt es einen Disaster-Recovery-Plan für den Disaster-Recovery-Standort?
  • Trifft das nicht unmittelbar zu, wer ist dafür zuständig und wann?

10. Aufbewahrung des Plans

  • Wo befindet sich der Disaster-Recovery-Plan? Der Aufbewahrungsort sollte natürlich nicht im primären Data Center liegen.
  • Wer ist für die Wartung verantwortlich?
  • Wie wird der DR-Plan im Notfall kommuniziert?

Offensichtlich gibt es sehr viel mehr Überlegungen, die Sie für ein erfolgreiches Disaster-Recovery einbeziehen müssen. Dieser Tipp soll Sie in die richtige Richtung bewegen.

Über den Autor: Bill Peldzus ist Leiter der Data Center Services bei GlassHouse Technologies Inc. Er bringt über 20 Jahre Erfahrung in technischen Positionen mit sich. Oftmals wird er als Experte bei Präsentationen zu Storage Networking hinzugezogen.

Artikel wurde zuletzt im Dezember 2013 aktualisiert

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