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Mittlerweile sind Rootkits derart weiterentwickelt, dass sie System-Infiltrationen und bösartige Aktionen vor der Antivirus-Software und den Augen des Systemadministrators verbergen. Ist ein System also erst einmal mit einem Rootkit infiziert, dann wird es schwierig, dies auch zu entdecken.
Es bedarf wohl keiner umfassenden Erklärung, dass eine aktuelle Antivirus-Software grundsätzlich zu den Sicherheitsmaßnahmen eines Unternehmens gehören sollte. Das Problem ist jedoch, dass die wenigsten Antivirenprogramme wirklich effektiv gegen sämtliche Rootkit-Varianten vorgehen können.
Ein Rootkit installiert sich vorrangig auf zwei Arten: entweder schleicht es sich über eine Schwachstelle im Betriebssystem ein oder es macht sich Anwenderfehler zunutze. Beide Infektionswege sind deshalb kritisch, weil eine Antivirus-Software unter Umständen nicht rechtzeitig auf derartige Risiken reagieren kann. Doch warum ist das so?
Jeder Patchday-gebeutelte Windows-Administrator kann wohl bestätigen, dass Microsoft und andere Betriebssystem-Hersteller ihre Sicherheitsupdates in schwindelerregenden Zeitabständen veröffentlichen. Schon viele Privatanwender sind damit überfordert, monatlich die verfügbaren und unabkömmlichen Patches einzuspielen; Unternehmen haben noch weitaus größere Probleme, da sie ihre Systeme nicht ohne ausgiebige Tests aktualisieren können.
Bei aller Vorsicht lassen sich Systemadministratoren allerdings oft zu viel Zeit für Sicherheitsupdates, wie mehrere Studien gezeigt haben. Damit steht Schadcode-Autoren ein großes Zeitfenster offen, in dem sie Rootkits unbemerkt über Schwachstellen in die Systeme einpflanzen können. Es ist aber nicht nur kritisch, anfällige Systeme zu patchen, sondern auch den Patch-Status sämtlicher Systeme und potenziell gefährliche Aktionen zu überwachen (Security Monitoring).
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Peter Schmitz
Chefredakteur SearchSecurity.de
(nicht registrierter User)
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