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Im vergangenen Jahr vertraten nur 74 Prozent der diesbezüglich interviewten Profis diese Meinung. Websense führt den deutlichen Anstieg vor allem auf eine Reihe spektakulärer, sicherheitsrelevanter Ereignisse in den vergangenen Monaten zurück.
So musste beispielsweise das US-Kreditkartenunternehmen GE Money letztes Jahr den Verlust von einer halben Million Kundendaten melden. Der US-Lebensmittelkette Hannaford kamen kürzlich gar vier Millionen Kreditkartennummern abhanden.
Derartige Ereignisse verdeutlichen, wie sehr sich die Tragweite von Datenschutz und Datenmissbrauch in letzter Zeit verändert hat. Sicherheitsexperten fordern deshalb die Verankerung dieser Themen in der Chefetage und die explizite Verantwortung der Chefs.
Zusätzlich wurden die bislang lediglich reaktiven Maßnahmen in den meisten Firmen bemängelt. 45 Prozent der Security-Experten prangerten an, dass der IT-Sicherheit fälschlicherweise keine Priorität eingeräumt werde. Weitere 45 Prozent vermuten, dass Kostengründe das Management von diesbezüglichen Aktivitäten abhalten.
Dass erst nach einer gesetzlichen Verpflichtung Schwung in die IT-Security kommt, glauben 22 Prozent der Umfrageteilnehmer. Rund ein Fünftel ist der Ansicht, dass den Verantwortlichen schlicht die technischen und organisatorischen Maßnahmen zu kompliziert sind.
„Es geht mittlerweile nicht mehr um den sporadischen Datendiebstahl vereinzelter Täter, sondern immer öfter um professionellen Missbrauch“, betont Michael Neumayr, Regional Director Central Europe von Websense. Datenschutz solle deshalb in der Verantwortung der Chefetage liegen, damit unternehmenskritische Daten unter keinen Umständen in falsche Hände geraten, fordert Neumayr.
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